10.05.2013

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Ineos + Solvay: Gründung eines PVC-Joint-Ventures geplant

Die beiden Chemieunternehmen INEOS und Solvay haben kürzlich eine Absichtserklärung zur Gründung eines 50-50-Joint-Ventures geschlossen. Mit dem Zusammenschluss ihrer europäischen Chlorvinyls-Geschäfte soll ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 4,3 Mrd. Euro und einem EBIT von 257 Millionen Euro entstehen. Dadurch versprechen sich die beiden Unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit ihres weltweiten PVC-Geschäftsfelds derart zu verbessern, dass sie zukünftig auf einen Platz unter den drei Besten zu finden sind.

Das kombinierte Unternehmen soll mit ungefähr 5.650 Mitarbeiter in insgesamt 9 Ländern die gesamte Prozesskette vom ChlorVinyl abdecken. Hierzu zählt PVC, der weltweit am dritthäufigsten verwendete Kunststoff, Natronlauge und Chlorderivate. RusVinyl, das russische Joint-Venture-Unternehmen zwischen Solvay und Sibur, ist nicht Teil dieser Transaktion.

Laut INEOS und Solvay sollen folgende Synergien genutzt werden:

gemeinsame Best Practices, um die Produktionsprozesse insbesondere im Hinblick auf den Energieverbrauch zu optimieren
ein optimierte Produktionsmix und eine erhöhte Spezialisierung der Anlagen
optimierter Einkauf und Einsatz von Rohstoffen und Energien
verminderte Logistik- und Transportkosten
kombinierte Marketing- und Vertriebsaktivitäten
Die beabsichtigte Transaktion unterliegt im Rahmen der gesetzlichen Regelung in den einzelnen Ländern der betrieblichen Mitbestimmung. Erst im Anschluss daran können die notwendigen gesetzlich bindenden Regelungen getroffen werden. Bis dahin werden die beiden Unternehmen INEOS und Solvey auch weiterhin ihre PVC-Geschäfte getrennt ausführen.

Weitere Informationen: www.ineos.com, www.solvay.com

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