07.10.2011

chemie.de

Ingenieurarbeitslosigkeit erstmals seit 2008 wieder unter 20.000

Die Ingenieurlücke als Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosen ist im August im Vergleich zum Juli 2011 um nur 0,5 Prozent auf 76.200 gesunken. „Dieser Rückgang der Ingenieurlücke ist auf einen Sondereffekt bei Architekten und Bauingenieuren zurückzuführen, deren offene Stellen im August zehn Prozent unterhalb des Vormonatsniveaus lagen“, kommentiert IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös die Daten des aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor.

Beigetragen zu dieser Entwicklung hat das Auslaufen der letzten Infrastrukturfördermaßnahmen des Konjunkturpakets II. In sämtlichen anderen Ingenieurberufen ist die Nachfrage jedoch weiter gestiegen und die Arbeitslosigkeit weiter gesunken. „Von einer Trendumkehr am Ingenieurarbeitsmarkt kann keine Rede sein. Erstmals seit 2008 waren wieder weniger als 20.000 Ingenieure arbeitslos. Dieser erneute Rückgang deutet darauf hin, dass sich der Ingenieurengpass eher weiter verschärfen wird“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.

Der Engpass trifft vor allem Unternehmen, die Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure beschäftigen. Hier fehlten 32.000 Personen. Betroffen ist auch der Arbeitsmarkt für Elektroingenieure mit 18.600 fehlenden Ingenieuren. Regional betrachtet ist die Lücke in Baden-Württemberg am größten, wo 19.700 Stellen nicht besetzt werden konnten. In Bayern und in Nordrhein-Westfalen fehlten jeweils 12.700 Ingenieure.

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