26.08.2013

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Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff: 6. Clusterkonferenz mit 160 Teilnehmern

Rund 160 Teilnehmer trafen sich zur sechsten Clusterkonferenz des Innovationsclusters Metall-Keramik-Kunststoff (IMKK) am 20. August 2013 im CeraTechCenter (CTC) in Höhr-Grenzhausen. Unter dem Motto "Was wäre, wenn …" vermittelten vier Fachreferenten neue Ideen und Impulse in den Bereichen Innovation, Forschungskooperation und Werkstoffentwicklung.

Kooperationen gelten insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen als ein wesentlicher Baustein für Innovationen und Zukunftsfähigkeit. Das machte die sechste Clusterkonferenz deutlich. Achim Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises, betonte bei seiner Begrüßung, wie wichtig es sei, Kräfte in einer Region zu bündeln, und lobte zugleich die bisherige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft der drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis sowie dem Ministerium. Auch Uwe Hüser, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, zeigte die erfolgreichen Ergebnisse der Vernetzung von Wirtschaft und Industrie im nördlichen Rheinland-Pfalz auf: Branchenübergreifende Innovationen, die die Unternehmen wettbewerbsfähiger machen und für zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region sorgen.

Das abwechslungsreiche Fachprogramm belegte sowohl, wie leistungsstark das Netzwerk des IMKK bereits zusammenarbeitet, als auch, welche weiteren Potenziale sich durch die Vernetzung von Unternehmen und Forschung bieten.

"Innovationslücken schließen"
In seinem Vortrag "Über Innovation und den richtigen Zeitpunkt" stellte Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI GmbH, dar, wie auch kleine und mittlere Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsarbeit leisten und auf diese Weise Innovationen hervorbringen können. Er zeigte zukünftige Entwicklungen und Megatrends der digitalen Welt auf. Anhand des sogenannten "Internets der Dinge" wurde deutlich, dass noch immer zahlreiche Innovationslücken bestehen. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bieten sich aufgrund ihrer Flexibilität und Vernetzung enorme Chancen, diese Lücken zu schließen.

Forschungskooperationen nutzen
Dr. Markus Zwick, Technischer Leiter des Forschungsinstituts für Anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik - (FGK), führte die Gäste von der digitalen zurück in die physische Welt. Er stellte ein Beispiel erfolgreicher Forschungskooperation zwischen dem FGK, dem Technologie-Institut für Metall und Engineering GmbH (TIME) und der Herz GmbH aus Neuwied vor: die Entwicklung eines keramischen Schweißschuhs zum Schweißen von Perfluoralkoxy-Polymeren (PFA) im Extrusionsschweißverfahren. Der Vortrag machte deutlich, dass durch die Bündelung von Kompetenzen und die Zusammenführung von Know-how Innovationen entwickelt werden können, die ein einzelner Partner nicht erreicht hätte.

"Aus Fehlern lernen"
Dass Fehler und vor allem das Lernen aus Fehlern wesentliche Bestandteile bei der Entwicklung von Innovationen sind, erläuterte Werner Schönwelski, verantwortlich für die Entwicklung und Anwendungstechnik der Feuerfestsysteme bei der STEULER-KCH GmbH in Höhr-Grenzhausen, anhand verschiedener Praxisbeispiele. Die Vernetzung mit lokalen Akteuren ermöglicht es, sich Erkenntnisse anderer zunutze zu machen und so wichtige Potenziale zu erschließen.

Werkstoffentwicklung in der Zukunft
"Nichts ist unmöglich" - Stephan Reschke, Senior Scientist am Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, gewährte den Gästen einen Blick in die Zukunft der Werkstoffentwicklung. Er sieht weiterhin großes Potenzial für evolutionäre, revolutionäre und überraschende Entwicklungen im Werkstoffbereich und damit enorme Zukunftschancen für flexible, schlagkräftige Unternehmen.

Branchenübergreifender Informationsaustausch
Die Teilnehmer der Clusterkonferenz nutzten die begleitende Tischmesse, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren sowie neue Kontakte für werkstoffübergreifende Kooperationen zu knüpfen. Unternehmen, Dienstleister sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis stellten sich an 40 Tischen vor.

Ziel des IMKK ist es, Innovationspotenziale zu vernetzen, Kompetenzen zu bündeln und den Wirtschaftsraum im nördlichen Rheinland-Pfalz zu stärken. Im Rahmen von regelmäßigen Clusterkonferenzen laden die Clusterbüros und die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der beteiligten Landkreise sowie das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Vertreter aus Unternehmen und Einrichtungen der Forschung und Entwicklung zum Informations- und Erfahrungsaustausch ein.

Die Vorträge der sechsten Clusterkonferenz stehen zum Download unter www.metall-keramik-kunststoff.de bereit.

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