Interaktion von Menschen und Robotern: Neues Graduiertenkolleg zu dynamischen Sensornetzen

Großer Erfolg für die Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie der Leibniz Universität Hannover: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bereiches Geodäsie und Geoinformatik haben ein neues Graduiertenkolleg bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Ab Oktober 2016 wird das Kolleg „Integrität und Kollaboration in dynamischen Sensornetzen“ mit mehr als vier Millionen Euro gefördert. Die Graduiertenkollegs werden von der DFG zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland eingerichtet. Sie bieten Doktorandinnen und Doktoranden durch die Finanzierung ihrer Stellen die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichen Niveau zu promovieren. Die Förderung läuft zunächst über viereinhalb Jahre, kann aber verlängert werden.

In dem Graduiertenkolleg geht es um die fehlerfreie Funktionsweise der Technik beim Zusammenrücken von Menschen und Roboter. Viele Aufgaben können besser gemeinsam – in Kollaboration – als alleine gelöst werden. „Kollaborative Sensornetze, die Integrität garantieren, werden zukünftig nicht nur Kernbestandteil automatisierter beziehungsweise autonomer Fahrzeuge sein, sondern auch in der flexiblen Fabrikautomatisierung, also der Industrie 4.0, im Agrarbereich, im Bauwesen und in der Haushaltsrobotik Einzug halten“, sagt Co-Sprecher Claus Brenner. Diese Gruppen von beweglichen, kommunizierenden Sensoren müssen insbesondere die Integrität ihrer Navigationsinformation gewährleisten, um ihr Umfeld nicht zu gefährden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Graduiertenkollegs werden methodische Grundlagen sowie die Bereitstellung von Integritäts- und Kollaborationskonzepten für dynamische Sensornetze in Verbindung mit digitalen Karten erarbeiten.

Am Graduiertenkolleg sind neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der vier Institute der Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik auch Forschende aus dem Institut für Systems Engineering – Fachgebiet Echtzeitsysteme der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik beteiligt. „Das strukturierte Qualifizierungs- und Betreuungskonzept des Kollegs bietet den Promovierenden hervorragende Möglichkeiten, sich zügig für diesen nationalen und internationalen, akademischen wie nicht-akademischen Arbeitsmarkt zu qualifizieren“, sagt Sprecher Prof. Steffen Schön.

Förderungsverlängerung in den Wirtschaftswissenschaften: Ein seit 2012 bestehendes Graduiertenkolleg der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät freut sich über eine Verlängerung um weitere viereinhalb Jahre (Fördervolumen: vier Millionen Euro). Die Forscherinnen und Forscher des gemeinsam mit der Georg-August-Universität Göttingen betriebenen Kollegs „Globalization and Development – GLAD“ beschäftigen sich mit den Wechselwirkungen zwischen Globalisierung und Entwicklung. Die Forschungsarbeiten verbinden die Makroperspektive der Globalisierungsforschung mit der Mikroperspektive der Entwicklungsforschung. „Wichtige Themen sind zum Beispiel die Rolle von Netzwerken, geschlechtsspezifischen Unterschieden, Gesundheit und demographischen Dynamiken für die wirtschaftliche Entwicklung“, sagt Sprecher Prof. Andreas Wagener.

Mehr zu den Graduiertenkollegs unter www.ife.uni-hannover.de sowie unter www.glad.uni-hannover.de.

Quelle
Leibniz Universität Hannover