08.04.2010

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Intertek: Unterstützung der experimentellen Materialentwicklung wird ausgebaut

Zwei Eigenschaften definieren den Erfolg neuer Kunsstoffe in Automobilanwendungen: Gewichtseinsparung gegenüber konventionellen Konstruktionswerkstoffen und der Grad der möglichen Funktionsintegration. Vereinen die neuen Bauteile mehr Funktionen als die bisher eingesetzten, ermöglichen sie Kostensenkungen in der Montage bzw. sie drücken die Systemkosten. Daneben müssen diese Kunststoffe die richtigen mechanischen Eigenschaften, beispielsweise hinsichtlich Schlag-, Biege- und Zugfestigkeit oder auch im optischen und haptischen Bereich aufweisen.

Um Materialen mit den richtigen Kenwerten zu entwickeln und zu charakterisieren stellt Intertek Polychemlab umfassende Möglichkeiten bereit: Im Bereich verarbeitungstechnische Kennwerte stehen neben der Messung rheologischer Eigenschaften wie Fließkurven, Viskositäten, Schmelze-Volumenfließrate (MVR) und Schmelze-Massenfließrate (MFR) nun auch experimentelle Möglichkeiten zur Verfügung. Prüfwerkzeuge mit verschiedenen Wanddicken ermöglichen es, während der Materialentwicklung Unterschiede hinsichtlich der minimal möglichen Wanddicken und Fließwege experimentell und praxisnah festzustellen. Über Fließweg-Wanddicken-Diagramme werden diese Unterschiede visualisiert, um das am besten geeignete Compound selektieren zu können.

Neben den Experten stellt das Unernehmen eine 3200 kN-Spritzgießmaschine samt den Werkzeugen zur Verfügung. Die arbeiten mit einer Spirallänge von 2500 mm bei 15 mm Breite und Wanddicken von 0,5, 1, 2 und 3 mm. Bei konstanten Verarbeitungsparametern wie Temperatur und Druck bietet das die Möglichkeit, verschiedene Materialien mit Blick auf deren Praxistauglichkeit direkt miteinander zu vergleichen.

Simulationen unterstützen die Werkstoffentwickler inzwischen mit vielen Funktionen. Praxistests sind jedoch unverzichtbar, wenn es darum geht, die Möglichkeiten auszuschöpfen, ohne die Prozesssicherheit zu gefährden. Hier bietet sich die Möglichkeit, ohne Blockade des eigenen Maschinenparks und unter neutralen und konstanten Bedingungen direkte Vergleiche zu fahren und praxisrelevante Ergebnisse schon in der Konstruktionsphase zu erzielen.

Weitere Informationen: www.intertek.com/polymers