09.08.2010

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Italienischer Kunststoff- und Gummimaschinenbau sieht positive Signale

Diese Einschätzung basiert auf Außenhandelsdaten für das erste Quartal 2010 des italienischen statistischen Bundesamtes (ISTAT). So scheint sich der Konjunkturrückgang verlangsamt zu haben: gegenüber dem ersten Quartal 2009 sind die Importe um 4 % gesunken, während die Exporte um 1,7 % zurückgegangen sind.
Was den Export betrifft, ist dieses Ergebnis noch ermutigender, vergleicht man es mit den Erhebungen im Laufe des gesamten Jahres 2009, die Monat für Monat - im Vergleich zu 2008 - einen Rückgang verzeichnen mussten, der nie unter 26 % lag. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres war der Abschwung spürbarer, nämlich 6,4 % im Januar, 9,6 % im Februar und 7 % im März, so Assocomaplast.
Soweit es um den positiven Verlauf der Verkäufe im Ausland geht, wird immer wieder betont, dass dieser nicht allein durch den Zuwachs bei den Werkzeugen gestützt wird (diese machen etwa ein Drittel der Gesamtzahlen aus und haben ein Plus von 1,3 % zu verzeichnen) sondern auch durch den Aufschwung bei den Blasformmaschinen (7,1 % der Gesamtsumme und ein Plus von 8,2 %), den Flexodruckmaschinen (5,5 % und +35,3 %) und den Spritzgießmaschinen (3,7 %, +8,3 %), die sich nach einer langen Periode des Rückgangs erholen.
Gegenüber den von ISTAT veröffentlichten statistischen Daten, die ein etwas verspätetes Bild der Situation liefern - sei es, weil sie drei Monate nach dem Referenzzeitraum veröffentlicht werden, sei es, weil zwischen Auftrag und Verkauf/Export mindestens zwei bis drei Monate vergehen, je nach Art der Maschine - macht die durch das Sekretariat der Assocomaplast Mitte Juli unter ihren Mitgliedern durchgeführte konjunkturelle Erhebung deutlich, dass für das zweite Halbjahr 2010 im Vergleich zum ersten 45 % der Befragten eine weitere Umsatzsteigerung für sich erwarten, während 43 % mit einer stabilen Lage rechnen. Im Vergleich zu Mai ist der Auftragseingang im vergangenen Monat Juni für 34 % der Unternehmen angestiegen und für 45 % stabil geblieben; natürlich hat sich dieser Indikator gegenüber Juni 2009 für eine Mehrheit der Firmen verbessert (60 %).
Die geografische Segmentierung der Verkaufszahlen zeigt, dass zu den dynamischsten Märkten in erster Linie der Binnenmarkt gehört (im Aufschwung nach 43 % der Befragten), gefolgt von dem der Europäischen Union (42 %) und dem südamerikanischen Markt (40 %); soweit es die einzelnen Länder betrifft, erweist sich Deutschland als erstes Zielland für die italienischen Exportgüter. In diesen Zusammenhang bereiten sich die italienischen Maschinenbauer auf die K 2010 in Düsseldorf vor (27. Oktober - 3. November 2010), wo sie mit über 400 Ausstellern den größten Anteil der ausländischen Teilnehmer stellen und etwa ein Fünftel der gesamten Ausstellungsfläche der Messe belegen werden. Assocomaplast wird mit einem eigenen Stand vertreten sein (16A56) und Informationsmaterial über die italienischen Hersteller von Maschinen für die Kunststoff- und Gummiverarbeitung verteilen. Außerdem wird der Stand ein Dallara-Auto ausstellen, eine italienische Automarke, deren Fahrgestelle aus einem Verbundwerkstoff in Fahrzeuge montiert werden, die schon mehrfach bei Indy-Rennen gewonnen haben, dem amerikanischen Pendant zur Formel 1.


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