21.06.2011

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Johnson Controls: Übernahme von Keiper und Recaro Automotive genehmigt

Johnson Controls, ein weltweit führender Anbieter automobiler Innenausstattung und Elektronik, hat nach der Akquisition von C. Rob. Hammerstein (CRH) Ende Januar nun auch die Übernahme der beiden deutschen Automobilzulieferer Keiper und Recaro Automotive abgeschlossen. Die Transaktion wurde durch die Europäische Kommission in Brüssel am 17. Juni genehmigt. Die Keiper GmbH & Co. KG mit Sitz in Kaiserslautern ist ein weltweit agierender Entwickler und Hersteller von innovativen Metallkomponenten für Fahrzeugsitze sowie von Komplettsitzen für Nutzfahrzeuge. Die Recaro Automotive GmbH & Co. KG mit Zentrale in Kirchheim/Teck bietet als international renommierter Spezialist Automobilsitze für Erstausstattung und Nachrüstung an. Johnson Controls erwirbt im Rahmen des Kaufs auch eine Lizenz zur weltweit exklusiven Nutzung der Premium-Marke Recaro im Automobilbereich. Mit den Übernahmen komplettiert Johnson Controls sein Produkt- und Technologieportfolio im Bereich Fahrzeugsitz-Komponenten. Vor wenigen Monaten hatte das Unternehmen bereits die C. Rob. Hammerstein Group (CRH) aus Solingen übernommen, einen weiteren Spezialisten für Fahrzeugsitz-Komponenten und -Strukturen.

Nach der erfolgten Übernahme der beiden Unternehmen startet jetzt der Integrationsprozess: Das eigens installierte Integrationsbüro, in dem Vertreter aller beteiligten Firmen sitzen, erarbeitet zeitnah Konzepte für die organisatorische Umsetzung. Weitreichende Beschäftigungssicherungs-Verträge für die Mitarbeiter von Keiper und Recaro Automotive waren zudem bereits vom bisherigen Eigentümer abgeschlossen worden.

Johnson Controls übernimmt mit Abschluss der Transaktion weltweit zehn Standorte von Keiper sowie drei Standorte von Recaro Automotive mit insgesamt 4.750 Mitarbeitern. Nicht Teil des Geschäftes sind die Unternehmen Recaro Aircraft Seating, Recaro Child Safety und Recaro Home, die als Teil einer neu formierten Recaro Gruppe wie bisher im Besitz der Putsch Holding, Kaiserslautern, bleiben. Dies gilt auch für die brasilianische Geschäftseinheit von Keiper. Finanzielle Details zur Übernahme wurden nicht genannt.