15.12.2014

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Kürzere Aushärtezeiten bei der Produktion von Leichtbauteilen

[image_0]Die Verkürzung der spezifischen Zykluszeit sei dabei ein entscheidender Faktor, der bereits bei der verfahrenstechnischen Kombination von Hochdrucktechnik und klassischem RTM-Prozess im Fokus stand. Mit der neuen Variocast-Technologie könne man nun die Formstandszeiten für HP-RTM-Bauteile weiter verkürzen. Dies komme Anwendern insbesondere innerhalb der Serienproduktion entgegen, so Hennecke. Maschinensysteme der Baureihe Streamline seien im Markt für Leichtbauanwendungen auf Basis von faserverstärkten Strukturbauteilen längst eine feste Größe, so der Hersteller. Ein Grund hierfür seien hochwertige Komponenten und Austattungs-Features, die bei den modernen Verarbeitungssystemen bereits in der Grundausstattung enthalten sind. So sei beispielsweise die Durchflussmessung dichteunabhängig ausgelegt und ermögliche dadurch einen exakten Dosiervorgang. Hinzu komme ein effizient gestaltetes Heizkonzept mit einer Komponenten-Temperierung von bis zu 130 °C und die effektive Evakuierung der Rohstoffe in den Arbeitsbehältern, so heißt es. Wo "klassische" Polyurethan-Dosiermaschinen nur wenige, fertig formulierte Komponenten verarbeiten, dosieren insbesondere Hennecke-Großanlagen, beispielsweise bei der Produktion von Schaumwaren oder Sandwichpanels nicht selten über 50 Einzelkomponenten mit extremen Mischungsverhältnissen und integralen Rezepturen. Genau dieses Know-how bilde nun die Grundlage für eine sinnvolle Zusatzfunktion bei Dosiermaschinen der Baureihe Streamline: die Separierung der Aktivatorkomponente in Form eines Einzeladditivstrangs (Variocast-Technologie). Hierbei dosiert die Streamline nicht etwa nach einer definierten Austragsleistung, sondern nach einer Funktion abhängig von der Zeit. Um die Aushärtezeiten und damit verbunden die Formstandszeit weiter zu verkürzen, lässt sich das injizierte Gemisch in seiner Aktivierung zeitabhängig beeinflussen. Der Vorteil ist, dass der Grundrohstoff je nach Höhe der Zusatzaktivierung eine spezifische Startzeit und damit verbunden eine individuelle Aushärtezeit erhält, welche gegenüber einer festen Aktivierung deutlich kürzer ist. Durch den Einsatz von Variocast können sich Formstandszeiten bei langen Schussfolgen verringern. Dieser Umstand sei gerade bei der Großserienproduktion von Leichtbauteilen, beispielsweise innerhalb der Automotive-Branche, ein unverzichtbarer Vorteil, so das Unternehmen. Hennecke-Kunden können das Ausstattungsmerkmal Variocast ab sofort als Option beim Kauf einer Streamline-Dosiermaschine berücksichtigen oder in bestehende Streamline-Maschinen als Retrofit nachrüsten.  

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