26.06.2013

KI - Branchen-Ticker im KunststoffWeb

K-Recycling: DSD moniert unseriöse Abrechnungspraxis

Über "massive Wettbewerbsverzerrungen" klagt die Duales System Holding GmbH & Co KG (DSD, Köln; www.dsd-holding.de) aktuell. Die jetzt vorliegenden Zahlen zur Marktentwicklung im dualen System für 2012 zeigten völlig unrealistisch fast 94.000 t an Leichtverpackungen, die laut Mitteilung der Gemeinsamen Stelle dualer Systeme im Laden zurückgenommen worden seien. "Das würde bedeuten, dass der Verbraucher fast 10 Prozent aller Verkaufsverpackungen nach Gebrauch zurück in den Laden bringt", sagt Michael Wiener, Geschäftsführender Gesellschafter und Chief Sales Officer (CSO) der DSD Holding.

Das sei "völlig absurd". Die so genannten "PoS"-Mengen ("Point of Sale") machten vielleicht etwas über 1 Prozent aus, das zeigten etliche wissenschaftliche Untersuchungen und Praxistests. Interessanterweise meldeten die Systembetreiber, die sich dem BDE-Zertifikat angeschlossen haben und von einem gemeinsamen Wirtschaftsprüfer testieren lassen, für 2012 entsprechend geringe Mengen an PoS-Mengen (1,4 Prozent). Wiener fordert nun erneut ein Wertstoffgesetz, das die PoS-Schlupflöcher schließt.

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