30.01.2013

KI - Branchen-Ticker im KunststoffWeb

K-Verarbeitung Deutschland: Gedämpfte Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2012

Nach einer schwächeren zweiten Jahreshälfte 2012 blickt die deutsche Kunststoffindustrie derzeit wieder zuversichtlicher nach vorne. Die seit Jahresmitte 2012 auch hierzulande spürbare Konjunkturabkühlung in Europa und Asien weicht ersten globalen Wachstumsindikatoren und schürt vorsichtige Erwartungen, insbesondere beim Export.

Dies berichtet der Branchendienst KI - Kunststoff Information (www.kiweb.de) als Ergebnis seiner aktuellen Umfrage KI Dialog zur Kunststoff-Konjunktur, an der sich mehr als 500 Unternehmen beteiligt haben. KI befragt seit 2001 im halbjährlichen Rhythmus Führungskräfte der Kunststoffindustrie zu Geschäftsverlauf und -erwartung, Investitionen und Beschäftigung.

Die Bilanz des zweiten Halbjahres 2012 ist, wie von der Branche erwartet, negativ ausgefallen. 20 Prozent der befragten Unternehmen verzeichneten bessere Geschäfte, 43 Prozent mussten einen schlechteren Geschäftsverlauf hinnehmen. 37 Prozent meldeten keine Veränderung. Dies entspricht ungefähr den Erwartungen aus Juli 2012, als 23 Prozent mit besserem und 41 Prozent mit gleichbleibendem Geschäft rechneten.

Die Beschäftigung ist im zweiten Halbjahr weiter angestiegen, allerdings hat sich das Wachstumstempo deutlich verringert. Während 24 Prozent der Unternehmen ihren Personalbestand erhöhten, bauten 20 Prozent Personal ab.

Für die erste Jahreshälfte 2013 überwiegen die positiven Erwartungen in der Branche. 28 Prozent der Befragten rechnen mit besseren Geschäften, während 20 Prozent schlechtere Geschäfte befürchten. Die Entwicklung des Exports wird dabei etwas optimistischer beurteilt als die Geschäftsentwicklung im Inland. Der KI-Erwartungsindex steigt von 83,3 Punkten im Juli 2012 auf aktuell 91,6 Punkte.

Der vorsichtige Optimismus spiegelt sich in der verhaltenen Investitionsplanung der Unternehmen wider. 29 Prozent wollen ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr erhöhen, 27 Prozent wollen reduzieren. Der Blick auf die Beschäftigung zeigt ein ähnliches Bild. 19 Prozent der Unternehmen rechnen mit Personalzuwachs, 14 Prozent mit einem Rückgang des Personalbestands.

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