22.01.2010

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K.D. Feddersen: Neues Polypropylen für hochwertige Oberflächen

Softell, ein neues Polypropylen (PP) aus dem Hause LyondellBasell Industries, ermöglicht ohne zusätzliche Beschichtung oder Lackierung hochwertige Oberflächen.

Besonders in der Automobilindustrie, im Bereich der Kfz-Innenausstattung, findet dieses Produkt bereits zahlreiche Anwendungen. Hier steht das Wohlbefinden des Fahrers im Fokus der Konstrukteure. Neben einer perfekten Oberflächen-, Design- und Farbabstimmung der einzelnen Kunststoffoberflächen ist auch eine möglichst angenehme Haptik für das elegante Erscheinungsbild ohne Kratzspuren entscheidend und prägend. Die geringe Emission des Materials trägt zudem zu einer Wohlfühlatmosphäre bei. Aber auch für Konsumgüter des täglichen Bedarfs findet Softell immer mehr Einsatzgebiete.

"Softell ist ein Produkt, welches sich durch hohe Designfreiheit auszeichnet. Durch seine hohe Schlagzähigkeit und angenehme Oberflächenanmutung ohne Lackierung ist es auch optimal für die Ausstattung hochwertiger Konsumgüter geeignet", so Marc Swatosch, Leiter Produktmanagement Advanced Polyolefins, bei K.D. Feddersen in Hamburg. "Wir haben gemeinsam mit unseren Kunden bereits zahlreiche Substitutionen von lackierten ABS-Anwendungen realisieren können", so Marc Swatosch weiter.

Den Sinnen schmeicheln
Skandinavisches Design ist über seine Grenzen hinaus bekannt für seine schlichte Eleganz und hohe Funktionalität aber auch für die hohe Verarbeitungsqualität seiner Produkte. Die Vandborg ApS Kunststoff- und Werkzeugfabrik in der Nähe von Aarhus/Dänemark suchte für das Redesign einer seit 20 Jahren beliebten Produktserie von Korkenziehern und Kapselhebern sowie Salz- und Pfefferstreuern einen Werkstoff mit angenehm griffiger Oberfläche. Das getestete TPE-Material war für diese Anwendung ungeeignet, da einfach zu weich. Das Bauteil aus ABS zu produzieren und anschließend mit einer SoftTouch Oberflächenlackierung zu behandeln, ist sehr kostenintensiv.

Man suchte einen Werkstoff, der die nötige Festigkeit aufweist, die man für die hohe Materialbeanspruchung in diesen Anwendungsbereichen benötigt, aber dennoch angenehm in der Hand liegt. Aufgrund des breiten Farbsortiments des Produktprogramms im Hause Vandborg hatte die gute homogene Einfärbbarkeit des Materials neben einer möglichst 1-stufigen, kostengünstigen Verarbeitung ebenfalls eine hohe Priorität. Mads Meilvang, Vertriebsmitarbeiter im dänischen Verkaufsbüro der K.D. Feddersen Norden AB erhielt das Briefing des Kunden und empfahl daraufhin Softell. Nach umfangreichen Verarbeitungstests bei Vandborg haben die Eigenschaften des Werkstoffs überzeugt und das Material wurde im Frühjahr 2009 für die Serienfertigung freigegeben.

Prozessoptimierte Verarbeitung
Nach Aussage von Verarbeitern lassen sich mit Softell im Spritzgussverfahren in nur einem Arbeitsschritt Fertigteile mit anspruchsvollem Anforderungsprofil mit bis zu 40 % Kosteneinsparung und Vereinfachung der Verfahrensabläufe herstellen. Seine homogene Einfärbbarkeit, ausgewogene mechanische Eigenschaften und die 100 %ige Recyclingfähigkeit bieten weitere Vorteile. Das Produkt ist unverstärkt mit einer Härte von ca. 80 Shore A, sowie mit 20 % und 25 % Glasfaserverstärkung erhältlich.

K.D. Feddersen sieht in Softell sehr viel Potential für zahlreiche Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie. Im Sanitärbereich, für Badewannengriffe, Griffe für Duschköpfe, Medizintechnische Geräte oder Gehhilfen aber auch für zahlreiche Sportgeräte wie Nordic-Walking Stöcke, Skistöcke, (Eis)Hockeyschläger oder Klettergriffe. Auch bei hochwertigen Haushaltsgeräten wie Bügeleisen oder Handmixern, Produkten aus dem Beauty- und Wellnessbereich wie Haartrocknern, Rasierern oder Epiliergeräten ist ein Einsatz des Materials empfehlenswert.

Bild: Salz-/Pfefferstreuer der Serie "To Go" mit integriertem Kapselheber aus dem Hause Vandborg/Dänemark, gefertigt aus Softell.

Weitere Informationen: www.kdfeddersen.com, www.vpv.dk