28.06.2012

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KIMW: Neues Verbundprojekt zur Galvanisierung von Kunststoffen

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Galvanisierungs­verfahren von Kunststoffen. Nach zwei Projekten, die sich mit der Ausschuss­minimierung beschäftigten, macht das Institut jetzt insbesondere Rand- und Sonderthemen auf diesem Gebiet samt Anwendbarkeit transparenter.

Umweltfreundlichere Galvanik
Durch die Aufnahme der VI-wertigen Chromverbindungen und Nickel auf die Reach Liste ist ein Verbot des heutigen Galvanisierungsprozesses für Kunststoffe abzusehen. Es gibt aber eine Reihe von einsetzbaren Alternativverfahren.

Im dem Projekt sollen der Stand der Technik ermittelt und die Anwendbarkeit dieser Prozesse durch Versuche überprüft und ggf. auch verbessert werden (z.B. Weißbronze, PVD-Kombinationen, SO3, KMnO4).

Sonderverfahren
Aufgrund der häufigen Anwendung galvanischer Oberflächen nimmt der Wunsch nach Design-Variationen zu. Hierzu werden aktuell insbesondere unterschiedliche Farben gefordert, aber auch Kombinationen mit Durchleuchttechnik etc. Weil sich Galvanikschichten nicht wie Lacke beliebig einfärben lassen und ein nachträgliches Freistellen kaum möglich ist, werden unterschiedliche und meist aufwändige Methoden eingesetzt. Dazu sollen im Projekt Alternativen aufgezeigt werden.

In dem zweijährigen, demnächst beginnenden Projekt werden dazu Sonderverfahren wie z.B. eine einfache kostengünstige Technik zur partiellen Galvanisierung oder auch Schutzlackierungen mit Cool-Touch vorgestellt.