18.12.2013

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KNF: "MyPlastics - Deine Zukunft mit Kunststoff" - Workshop zum Thema Matching beim BMWI in Berlin

Vertreter des Kunststoff‐Netzwerk Franken wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am 27.11.2013 nach Berlin eingeladen um dort "MyPlastics - Deine Zukunft mit Kunststoff" im Rahmen eines Workshops zum Thema Matching vorzustellen. Ziel dieser Veranstaltung war es, innovative Möglichkeiten kennen zu lernen um eine passgenaue Besetzung der Ausbildungsplätze in der Wirtschaft, insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen, zu erreichen. Matching bedeutet für einen Beruf qualifizierte und interessierte Schulabsolventen an die für sie geeigneten Berufsbilder und Arbeitgeber heranzuführen und die beiden Parteien in einem Ausbildungsverhältnis zu verbinden.

Vor Vertretern des Bundeskanzleramtes, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Bundesagentur für Arbeit, des Zentralverbandes des deutschen Handwerks und des deutschen Industrie‐ und Handelskammertags stellten Hans Rausch und Lena Arnold die Ausbildungsinitiative MyPlastics - Deine Zukunft mit Kunststoff dar. Im Vorfeld der Präsentation von MyPlastics wurde über regionale und berufsspezifische Disparitäten auf dem Ausbildungsmarkt diskutiert. Nicht nur das Bundesministerium für Wirtschaft, sondern auch das Programm Jobstarter fördert Initiativen, die sich mit der Matchingproblematik beschäftigen. Insbesondere die Mobilität im ländlichen Raum stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Ansatzpunkt dar. Jugendliche im ländlichen Raum haben aufgrund der oftmals unzureichend vorhandenen verkehrstechnischen Infrastruktur Probleme zu ihren Ausbildungsstellen zu kommen. Daher wird ihre Berufswahl häufig von diesen Mobilitätsfaktoren beeinflusst.

Als Best‐Practice‐Beispiel aus der Wirtschaft präsentierte MyPlastics innovative Wege, um Jugendliche insbesondere durch ein realistisches Recruiting für Ausbildungsberufe zu gewinnen. MyPlastics legt sehr großen Wert darauf, die Schüler mit für sie zugeschnittenen Informationen zu versorgen. Ihnen werden Berufsbilder vorgestellt, für die sie aufgrund ihrer Qualifikationen infrage kommen können. Konkret wird dies dadurch umgesetzt, dass die passenden Berufsbilder für den entsprechenden Ausbildungshintergrund gewählt und gezielt an die Jugendlichen kommuniziert werden. Auf diese Weise werden Berufseintrittsschocks vermieden, da die Jugendlichen bereits zu Beginn ihrer Ausbildung eine realistische Vorstellung über das berufliche Umfeld erhalten. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die Fluktuation der Jugendlichen nach Unterzeichnen des Lehrvertrags zu verhindern und damit sowohl den Jugendlichen als auch den Unternehmen eine Planungssicherheit für die Zukunft zu geben.

Hans Rausch präsentierte den Teilnehmern in diesem Zusammenhang die Entwicklung von MyPlastics und die bisher erreichten Ziele. Besonders große Anerkennung erhielt MyPlastics dafür, dass es auch nach der offiziellen Förderlaufzeit als Jobstarter‐Projekt nun in Eigenfinanzierung vom Kunststoff‐Netzwerk Franken e.V. weiter geführt wird.

Weitere Informationen: www.kunststoff-netzwerk-franken.de


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