04.11.2015

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KNF: Kunststoff-Netzwerke diskutierten "Nachwuchsmarketing und Lernortkooperation"

Am 26. und 27. Oktober 2015 trafen sich bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH Kunststoff-Netzwerkvertreter aus ganz Deutschland. Im Rahmen der Jobstarter-Initiative wurden von der "Gebifo" (Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung mbH) und dem Forschungsinstitut Berufliche Bildung FBB die Jobstarter Kunststoffallianz ins Leben gerufen. Deren 10. überregionales Netzwerktreffen stand unter dem Thema "Nachwuchsmarketing und Lernortkooperation".

Netzwerkvertreter aus Sachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Bayern diskutierten die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Ausbildungsberufs Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Frau Fischer vom Forschungsinstitut Berufliche Bildung aus Nürnberg war für die Gesamtorganisation der zweitägigen Veranstaltung verantwortlich und moderierte das Netzwerktreffen. Hans Rausch vom Kunststoff-Netzwerk Franken lud nach Bayreuth ein und stellte zu Beginn des Treffens die aktuellen Aktivitäten des Kunststoff-Netzwerks Franken vor. Dabei ging er insbesondere auf den Nutzen ein, den ein Netzwerk den beteiligten Unternehmen bieten kann. Im Anschluss an diese Präsentation folgte eine Diskussion über die unterschiedlichen Ansätze der Netzwerkarbeit. Der Fokus lag dabei auf der Aus- und Weiterbildungsunterstützung der Unternehmen durch Netzwerkstrukturen.

Interessiert zeigten sich die Teilnehmer bei der Führung durch das Technikum der Neue Materialien Bayreuth durch Herrn Hornfeck und Herrn Strasser von der NMB. Vor allem die Dimensionierung der Maschinen, die eine direkte industrielle Umsetzung von Entwicklungen erlaubt, begeisterte die Besucher.

Harald Gnegel von der Arburg GmbH & Co. KG stellte im weiteren Verlauf der Veranstaltung das Nachwuchsmarketing und die Lernortkooperation von Arburg vor. Das Unternehmen pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule aber auch mit Kindergärten. Die positiven Auswirkungen auf die Bewerberzahlen, aber auch auf die Abschlussergebnisse der Auszubildenden würden zeigen, dass all diese Anstrengungen und das Engagement Früchte tragen.

Nach einer gemeinsamen Abendveranstaltung wurden am zweiten Tag des Treffens von Herrn Reiter von der Dr. Reinold Hagen Stiftung aus Bonn Möglichkeiten vorgestellt, Lernfelder aus dem Bereich Kunststoff im Regelunterricht von Schulen einzusetzen. Herr Reiter stellte Lernmodule vor, die es Schülern ermöglichen sollen, einen Einblick in die Welt des Kunststoffs zu erhalten und damit motiviert werden sollen, sich in diesem Bereich beruflich zu engagieren.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass die Berufsorientierung und das Marketing der Kunststoffbranche durchaus weiter verbesserungsfähig sind. Gemeinsam sollen diese Fragestellungen bundesweit angegangen werden. Ein nächstes Treffen der Kunststoffallianz wird voraussichtlich bei der Arburg im Schwarzwald stattfinden. Die netzwerkübergreifende Kooperation soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Ein erneuter Besuch in Bayreuth ist für die nächste Zeit angedacht.

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