K 2016 übertrifft alle Erwartungen

Die internationale Kunststoff- und Kautschukindustrie präsentiert sich in bester Verfassung. Sie profitiert von einem weltweit wachsenden und qualitativ anspruchsvollen Endverbrauchermarkt und steht für eindrucksvolle Innovationsstärke entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die außerordentlich gute Konjunktur des Wirtschaftszweiges und die positiven Zukunftsaussichten prägten die weltgrößte Messe der Branche und sorgten für hervorragende Stimmung bei den 3.285 Ausstellern der K 2016 in Düsseldorf. Die Unternehmen berichten von einer Fülle neuer Kundenkontakte, die in vielen Fällen schon während der acht Messetage zu Vertragsabschlüssen führten. Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates der K 2016, bringt es auf den Punkt: „Eine solche Vielzahl entscheidungs- und kauffreudiger Kunden habe ich auf einer Messe noch nicht erlebt! Die Anzahl und die Höhe der Abschlüsse, die hier zum Teil ganz spontan getätigt wurden, sowie die vielen konkreten Anfragen für Neuprojekte übersteigen bei weitem unsere Erwartungen! Es war vom ersten Messetag an klar, dass die Kunden sich nicht nur über neue Technologien informieren wollten, sondern diese auch kaufen. In allen unseren Abnehmerbranchen und in allen Regionen der Welt wird kräftig investiert!"

Diese Einschätzung zog sich durch alle Angebotsbereiche der Messe. Die Aussteller attestierten den Fachbesuchern einmütig eine hohe Ernsthaftigkeit in den geschäftlichen Verhandlungen und eine ausgeprägte Investitionsbereitschaft. Zudem wurde die noch einmal gestiegene Internationalität und die sehr hohe fachliche Kompetenz der Besucher hervorgehoben sowie die Tatsache, dass überdurchschnittlich viele Top-Manager und Firmeninhaber nach Düsseldorf gekommen waren.

230.000 Fachbesucher aus mehr als 160 Ländern wurden an den acht Tagen der K 2016 in den Messehallen begrüßt. Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, ist begeistert: „„Schon allein die Zahl der Experten, die die K 2016 besucht haben, bestätigt eindrucksvoll die Anziehungskraft und die Bedeutung der Messe – liegt sie doch noch einmal deutlich höher als zur Vorveranstaltung 2013. Was jedoch noch viel wichtiger ist: Die Zusammensetzung der Fachbesucher lässt keine Wünsche offen. Wir können eine konstant gute Nachfrage aus Deutschland und ein überdurchschnittlich gewachsenes Interesse aus dem Ausland, vor allem aus Übersee, verzeichnen. In der ganzen Welt ist bekannt, dass die K in Düsseldorf die Innovationsplattform der gesamten Branche ist. Ein Besuch hier ist einfach unverzichtbar für jeden, der im Wettbewerb mithalten will!"

An der Vorveranstaltung im Jahre 2013 hatten 218.000 Besucher und 3.220 Aussteller teilgenommen.

Die Ergebnisse der Besucherbefragung untermauern die Einschätzung der Aussteller, dass die Internationalität der Gäste noch einmal zugenommen habe: Rund 70 Prozent waren ausländischer Herkunft. Mehr als 40 Prozent aller ausländischen Besucher stammten aus Übersee – selbst aus Äthiopien, Bangladesch, Costa Rica, der Elfenbeinküste, Jamaica, dem Oman, Madagaskar, Mauritius, Surinam und Togo kamen sie an den Rhein. Der Anteil der Experten aus Asien stellte erwartungsgemäß die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern und ist noch einmal gestiegen: Knapp 30.000 Fachleute reisten aus Süd-, Ost und Zentralasien an. Gäste aus Indien waren dabei einmal mehr am stärksten vertreten, sehr deutlich zugenommen hat die Zahl der Besucher aus China, Südkorea und dem Iran.

Nahezu konstant ist der Anteil der Besucher aus den USA und Kanada mit rund 6 Prozent aller ausländischen Besucher geblieben.

Bei den Gästen aus den europäischen Nachbarländern dominierte mit über 10.000 Besuchern Italien, gefolgt von den Niederlanden (rund 9.500), Frankreich (rund 6.700), Belgien (rund 6.300), Spanien und Polen (jeweils rund 5.000). Spürbar zugenommen hat das Interesse aus der Türkei, Ungarn und Griechenland.

Auf außerordentlich hohem Niveau bewegt sich über alle Ländergrenzen hinweg der Anteil der Führungskräfte bei den Fachbesuchern. Rund zwei Drittel gehören dem Top- und Mittelmanagement an. Nahezu 60 Prozent sind ausschlaggebend oder mitentscheidend an Investitionen in ihren Unternehmen beteiligt. Bei der Entscheidung, welche Investitionen getätigt werden, spielt die K eine herausragende Rolle: Rund die Hälfte der Besucher gab an, die Messe abzuwarten, bevor Kaufvorhaben umgesetzt würden.

Die Aussteller aller Angebotsbereiche hatten sich monatelang auf die K 2016 vorbereitet, um im internationalen Wettbewerb mit überzeugenden Innovationen aufwarten zu können. Und erfuhren dafür enorme Zustimmung: Die Fachbesucher waren begeistert von der Fülle technologischer Neuentwicklungen, die ihnen die Rohstofferzeuger, Maschinenbauer und Hersteller von Halbzeugen und technischen Teilen präsentierten. Mehr als 70 Prozent der Gäste bestätigten, Informationen über Neuheiten und Trends erhalten zu haben. Diese neuen Erkenntnisse wollten nach eigenen Angaben zahlreiche Besucher umgehend in Investitionen umsetzen: 60 Prozent der industriellen Entscheider äußerten, mit konkreten Kaufvorhaben zur Messe gekommen zu sein, 58 Prozent hatten bereits neue Lieferanten gefunden. Mit den Neuanschaffungen verfolgen die Besucher vor allem drei Ziele für ihre Unternehmen: Erweiterung ihres Produktspektrums, Ausbau der Produktionskapazität, Steigerung der Effizienz. Die Ergebnisse der Besucherbefragung bestätigen die positive wirtschaftliche Situation auch bei den Abnehmerbranchen der Kunststoff- und Kautschukindustrie: Mit „Sehr gut" und „Gut" beurteilen rund 60 Prozent die aktuelle Lage, ebenso viele gehen sogar von einer Verbesserung in den nächsten zwölf Monaten aus.

Energie-, Material- und Ressourceneffizienz waren die dominierenden Themen der K 2016; auf viel Interesse stießen auch neue Werkstoffe, innovative Recyclingkonzepte, neue Einsatzbereiche für Biokunststoffe und additive Fertigung. Smarte, schnelle, flexible Anlagen und Services waren sehr gefragt bei den Kunden; Industrie 4.0 beherrschte nicht nur Vorträge und Diskussionen, sondern war ganz praktisch an vielen Ständen erlebbar. Ulrich Reifenhäuser dazu: „Die Möglichkeiten, die das „Internet der Dinge" bietet, wecken großes, ernsthaftes Interesse - vor allem bei den jüngeren, IT-affinen Kunden aus der ganzen Welt. Industrie 4.0 ist ein Zukunftsthema, das uns noch viele Jahre beschäftigen wird." Der Maschinen- und Anlagenbau, mit über 1.900 Ausstellern der größte Ausstellungsbereich der K 2016, stand auch im Mittelpunkt des Besucherinteresses, gut zwei Drittel aller befragten Experten nannten diesen Bereich an erster Stelle. 46 Prozent gaben an, vorrangig an Roh- und Hilfsstoffen interessiert zu sein, für 25 Prozent waren Halbzeuge und technische Teile aus Kunststoff und Gummi der Hauptgrund ihres Kommens (Mehrfachnennungen möglich). Die Kautschukbranche, wenngleich der kleinere Sektor, hatte einen deutlich sichtbaren Auftritt auf der K 2016 und untermauerte seine Bedeutung u.a. für die Lebensbereiche Mobilität, Freizeit, Haushalt und Energie.

Die Besucher stammten aus allen wichtigen Anwenderbranchen – von der Bauwirtschaft und dem Fahrzeugbau über Verpackung sowie Elektro- und Medizintechnik bis hin zur Landwirtschaft. Insgesamt vergaben sie erneut Bestnoten für das Angebot in den 19 Messehallen: 97 Prozent versicherten, ihre Besuchsziele voll erreicht zu haben, 96 Prozent zeigten sich beeindruckt vom Angebot der K 2016.

Auf großes Interesse bei den Fachleuten aus aller Welt stieß auch das Rahmenprogramm der K 2016, allen voran die Sonderschau mit dem Titel „Plastics shape the future" und der Science Campus. Die Sonderschau, zentrales Forum zum Informations-, Gedanken und Meinungsaustausch in Halle 6, ergänzte bereits zum neunten Mal das Ausstellungsangebot der K. In diesem Jahr wurde im Rahmen einzelner Thementage verdeutlicht, wie sehr Kunststoffe die Gestaltung moderner Lebensräume prägen. Fachliche Diskussionen standen dabei ebenso auf dem Programm wie kurzweilige Vorführungen, sportliche Unterhaltung und spannende Experimente. Im Science Campus erhielten Aussteller und Besucher der K 2016 einen konzentrierten Überblick über wissenschaftliche Aktivitäten und Ergebnisse im Kunststoff- und Kautschuksektor und hatten die Möglichkeit, zu zahlreichen Hochschulen, Instituten und Förderorganisationen Kontakt aufzunehmen.

Die nächste K in Düsseldorf findet vom 16. bis 23. Oktober 2019 statt.