05.07.2010

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Kapitalrestrukturierung bei der Masterflex AG

Die wesentlichen Bausteine sind:
  • Deutliche Reduzierung des aktuellen Finanziererkreises um sieben Banken auf zukünftig sechs Banken

  • Ablösung der sieben ausstiegsbereiten Banken mit einem aktuellen Forderungsvolumen in Höhe von rd. 25 Mio. EUR bis Ende 2010 unter Einbindung eines ergebniswirksamen Forderungsverzichtes in Höhe von rd. 10 Mio. EUR.

  • Bereitstellung einer strukturierten, langfristigen Konzernfremdfinanzierung (Fünf Jahre) durch die verbleibenden Banken (Kernbanken), bei Sicherstellung folgender wesentlicher Bedingungen:
    1. Gewährung einer Landesbürgschaft für einen Teil der neu zu strukturierenden Kredite (das Antragsverfahren läuft)
    2. Erfolgreiche Zuführung von frischer Liquidität und Stärkung des Eigenkapitals durch Eigenkapitalmaßnahmen




Wie das Unternehmen mitteilte wird auch im Bereich der operativen Restrukturierung mit Ausweis des Segments Advanced Material Design (Oberflächentechnik) als "aufgegebener Geschäftsbereich" zum 30. Juni 2010 ein wesentlicher Meilenstein umgesetzt, da der Vorstand mit einer Veräußerung dieses Geschäftsbereichs noch in diesem Jahr rechnet.
Damit ist ein Entkonsolidierungsaufwand von voraussichtlich ca. 5 Mio. EUR verbunden, der, wie bereits im Geschäftsbericht angekündigt, Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital der Masterflex AG haben wird. Die Veräußerung der verlustreichen Oberflächentechnik ist ein weiterer wesentlicher Eckpfeiler, um die Geschäftstätigkeit der Masterflex AG auf das erfolgreiche Kerngeschäft High-Tech-Schlauchsysteme zu konzentrieren, so heißt es.
Die geplante, umfassende finanzielle Restrukturierung baut auf mehreren, einander bedingenden Bausteinen auf. Vor dem Hintergrund der hohen Komplexität wechselseitiger Bedingungen und der Vielzahl der beteiligten Banken weist der Vorstand darauf hin, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind und damit die Entwicklung des Unternehmens weiterhin mit Unsicherheiten behaftet ist.
Bezüglich der Eigenkapitalmaßnahmen haben bereits mehrere Ankerinvestoren ihre Bereitschaft erklärt, sich bei Umsetzung des Finanzierungskonzeptes langfristig an der Masterflex AG zu beteiligen und entsprechende Absichtserklärungen zur Sicherstellung der erfolgreichen Durchführung einer Kapitalmaßnahme unterzeichnet.
Über die Ausgestaltung der geplanten Eigenkapitalmaßnahme wird das Unternehmen im Zuge der Einladung zur Hauptversammlung am 17. August 2010 berichten.
Bei erfolgreicher Umsetzung des weitreichenden Finanzierungskonzeptes ist die vom Vorstand avisierte Neuordnung der Konzernfinanzierung langfristig sichergestellt und trägt zu einer weiteren, erheblichen Entschuldung des Konzerns bei.

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