21.01.2015

Spektrum der Wissenschaft

Klärschlamm enthält Gold für Millionen von Euro

Mehr Gold und Silber als in manchen Minen: Im Klärschlamm einer jeden Großstadt finden sich Edelmetalle im Wert von zig Millionen Euro.

Aus Klärgrube mach Goldgrube: Der Schlamm unserer Kläranlagen ist erstaunlich reich an Gold, Silber und anderen wertvollen Metallen. Wie reich genau, haben jetzt Forscher um Paul Westerhoff von der Arizona State University berechnet. Jede Tonne Klärschlamm enthält demnach Edelmetalle im Wert von sage und schreibe rund 240 Euro.

Dieses Ergebnis lässt sich für die Abwassermenge einer typischen amerikanischen Großstadt mit einer Million Einwohnern hochrechnen: In ihren Kläranlagen landete pro Jahr im Schnitt eine Edelmetallmenge von etwa 13 Millionen Dollar (oder 11,2 Millionen Euro), berichtet das Magazin "Science" unter Berufung auf die Studie. Davon entfallen über zwei Millionen Euro auf Gold und Silber, der Rest auf elf weitere Metalle, darunter Platin und Seltene Erden, Kupfer, Eisen und Zink. Die Verhältnisse in Deutschland dürften nicht wesentlich anders ausfallen. [...]