23.01.2015

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Kleben bis das Zeug hält

Ob Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen vorteilhaft sind für Umwelt und Verbraucher und welche Klebstoffe es auf biologischer Basis bereits gibt, berichten die „Nachrichten aus der Chemie“.

Autos aus Multikomponentensystemen, Windkrafträder und Wundverschluss: Das alles halten Kleber zusammen. Die Kleberbasis ist meist eine chemische Substanz – etwa Cyanacrylat, das der Hauptbestandteil von Sekundenkleber ist. Neuere Forschungsansätze beschäftigen sich mit der Entwicklung von Klebern auf Basis natürlicher Rohstoffe. Als Vorbilder dienen die Superkleber der Natur: Geckofüße, Seepocken und Miesmuscheln.

Ideal für grüne Kleber wären Rohstoffe, die in anderen Prozessen als Abfall übrig bleiben. Ein Beispiel dafür ist Lignin, das bei der Herstellung von Papier in großen Mengen anfällt – ein Ligninkleberprojekt ist an drei Fraunhofer-Instituten in Arbeit.

An der Universität Jena forschen derzeit Wissenschaftler an einem stärkebasierten Kleber. Der schmilzt nicht nur schon bei niedrigen Temperaturen, sondern ist auch biokompatibel. Das zeigten erste Tests in Kosmetikstudios; die Anwendung in der Zahnmedizin wird aktuell untersucht.

Selbst für das Kleben von lebenden Organen gibt es bereits Klebstoffe, die Nadel und Faden ersetzen könnten – wenn sie denn Marktreife erlangen.

Welche weiteren Anwendungen für biokompatible Kleber es gibt, wie Experten den Stand solcher Klebstoffe in der Industrie einschätzen und für wen „grüne“ Kleber wirklich gut sind, berichtet Brigitte Osterath in „Kleben, bis das Zeug hält“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

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