18.10.2012

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KraussMaffei Berstorff: Intelligente Lösungen für Rohre mit multifunktionalen Schichten

Der Trend hin zu immer komplexeren Kunststoffrohren mit unterschiedlichen funktionalen Schichten ist weltweit ungebrochen. Einerseits spielt dabei die Materialkostenreduzierung eine große Rolle, beispielsweise bei kerngeschäumten oder mineralisch gefüllten Rohren. Anderseits erfüllen einzelne Schichten technische Anforderungen an die Funktionalität eines Rohres. So reduzieren beispielsweise Barriereschichten die Diffusion, faserverstärkte Rohre erhöhen die Innendruckfestigkeit und mit Glasfasern gefüllte Rohre reduzieren die Längenausdehnung.

KraussMaffei Berstorff bietet nach eigenem Bekunden für jedes Einsatzgebiet die entsprechende Extrusionsanlage mit spezifisch dafür ausgelegten Mehrschichtrohrköpfen. "Mit unserem Rohrkopf-Programm werden wir allen Anfragen zur Produktion von mehrschichtigen Rohren bis zu sieben Schichten gerecht", betont Michael Hofhus, Leiter der Produktgruppe Rohrextrusion bei KraussMaffei Berstorff. "Daneben spielt auch das verfahrenstechnisch durchdachte Konzept einer derart komplexen Anlage eine entscheidende Rolle. Es gewährleistet, dass beispielsweise die Schichtdicken der Barrierelagen minimiert werden können und der Rohrproduzent somit Kosten spart. Andererseits werden auch die Marktanforderungen nach flexiblen Lösungen erfüllt."

Raumsparende Coextrusionslösungen für Materialkostenreduzierung
Die Coextrusions-Lösungen von KraussMaffei Berstorff seien dafür ausgelegt, Rohre mit hohen Füllstoffanteilen oder geschäumte Rohre herzustellen. Dies sei notwendig, da der Anteil an Füllstoffen permanent steige, wodurch die Verarbeiter bei enormer Kosteneinsparung ein qualitativ hochwertiges Produkt mit deutlicher Gewichtsreduzierung erzeugen können. "Wir bieten unseren Kunden eine intelligente Maschinenanordnung zur Herstellung mehrschichtiger Rohre bei einer gleich großen Aufstellfläche wie eine Anlage zur Herstellung einschichtiger Rohre", betont Hofhus. "Der Verarbeiter spart mit unseren Coextrusionslösungen bis zu 25 Prozent an Rohmaterial ein und reduziert gleichzeitig das Rohrgewicht um bis zu 25 Prozent", so Hofhus weiter.

Wirtschaftliche Direktextrusion für mineralisch gefüllte Rohre
Mit den Direktextrusionsanlagen von KraussMaffei Berstorff soll eine wirtschaftliche und kostengünstige Extrusion von mineralisch gefüllten Rohren im Einstufen-Verfahren ermöglicht werden. Mit diesen Anlagen können demnach beispielsweise bei der Produktion von Bariumsulfat gefüllten Polypropylen-Rohre Einzelkomponenten direkt verarbeitet oder auch das fertige Compound verwendet werden. Ein zweiter, nach geschalteter Produktionsprozess soll somit komplett entfallen. Die Kostenersparnis betrage bis zu 30 Prozent. Derartige Rohre werden wegen ihrer schalldämmenden Eigenschaften (um bis zu 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Rohren) insbesondere als Abwasserrohre in großen Wohnanlagen eingesetzt.

Mehrschichtadapter für dünne Außenschichten
Bei der Fertigung dünner Außenschichten werden Mehrschichtadapter eingesetzt. Diese sollen sich völlig problemlos an jeden KraussMaffei Berstorff Standard-Rohrkopf anbauen lassen. Durch leichte Modifikationen der Fließkontur könne nahezu jedes Material (unter anderem Klebstoff, EVOH, PP) zu einer gleichmäßigen Schicht ausgeformt werden.

Vielfältige Anlagenkombinationen
Des Weiteren bietet KraussMaffei Berstorff komplexe Maschinen und Anlagen zur Herstellung von PUR-umschäumten Rohren, Microduct-Rohren und vernetzten PE-Rohren an.