17.03.2010

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Krones: Globale Krise führt nach neun Rekordjahren in die Verlustzone

Das Jahr 2009 wurde von der globalen Wirtschaftskrise geprägt. In Folge dessen war das Geschäftsjahr 2009 für die Krones AG, Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik, wohl das schwierigste in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Nachfrage im Verpackungsmaschinenmarkt sank weltweit um mehr als 25 %. Mit Ausnahme von China waren alle Regionen von einem signifikanten Rückgang betroffen, ganz besonders Nord- und Südamerika sowie Osteuropa und Russland.

Der Auftragseingang des Krones Konzerns ging 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 1.916 Mio. Euro (Vorjahr: 2.326 Mio. Euro) zurück. Erst das vierte Quartal 2009 zeigte eine Trendwende im Orderverhalten der Krones Kunden mit einem Plus von 10 % gegenüber dem schon abgeschwächten vierten Quartal 2008. Hieraus resultiert ein Auftragsbestand zum 31.12.2009 von 888 Mio. Euro (Vorjahr: 837 Mio. Euro).

Infolge der abgeschwächten Auftragseingänge ging der Konzernumsatz 2009 gegenüber dem Rekordjahr 2008 um 22 % auf 1.865 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 2.381 Mio. Euro). Eine Trendumkehr im Umsatz erwartet Krones konform zum Auftragseingang erst im ersten Halbjahr 2010.

Die Ertragslage des Krones Konzerns wurde maßgeblich durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufgrund der schnellen Trendumbrüche geprägt. Obwohl der Vorstand bereits Ende 2008 mit dem Programm "Conversion" begonnen hatte, das komplette Unternehmen den schrumpfenden Märkten anzupassen, erzielte Krones 2009 ein Konzernergebnis von minus 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: plus 106,5 Mio. Euro).

Die grundsolide finanzwirtschaftliche Ausrichtung von Krones hat sich bewährt und ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor in der globalen Krise. Trotz des Verlustes im Geschäftsjahr 2009 konnte das Unternehmen den Free Cashflow um 5 % auf 83 Mio. Euro erhöhen.

Zum Stichtag 31.12.2009 hatte der Krones Konzern keine Bankschulden und verfügte darüber hinaus über liquide Mittel (Net-Cash) in Höhe von über 135 Mio. Euro (Vorjahr. 107 Mio. Euro).

Vorsichtiger Optimismus für 2010
Die gesamtwirtschaftliche, globale Zukunftsentwicklung bleibt offen, von optimistisch bis kritisch. Es gibt aufgrund der vielschichtigen, weltweiten Abhängigkeiten keine verlässlichen Trends oder Prognosen, die eine klare Richtung vorgeben.

Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für Krones unverändert gut, weil die Megatrends für die Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Essen und Trinken zählen zu den Grundbedürfnissen aller Menschen. Diese Anforderungen und die Notwendigkeit der Krones Kunden, sich in den Industrieländern am Point of Sales immer stärker zu differenzieren, generieren eine explodierende Anzahl an immer wieder neuen Behältern und Verpackungsformen, was zu einer dynamisch steigenden Komplexität in der Wertschöpfungskette führt. Das muss beherrscht werden und Krones deckt dies mit seinem Produkt- und Leistungsportfolio vollständig ab.

Krones hat Lehren aus der Krise gezogen, wird mit dem Veränderungsprogramm "Conversion", welches für "Umdenken und Umbauen" steht, noch weitere spürbare Potentiale mobilisieren und ist dabei, sich auf volatilere Märkte einzustellen.

Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Monate ist Krones für das Jahr 2010 vorsichtig optimistisch. Krones erwartet für das erste Halbjahr 2010 eine Trendumkehr und damit einhergehend für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum von 5 % bis 15 % sowie die Rückkehr zu nennenswerten positiven Ergebnissen.

Alle Zahlen sind noch vorläufig und stehen unter dem Vorbehalt der Abschlussprüfung sowie der Feststellung des Abschlusses durch den Aufsichtsrat. Der vollständige Jahresabschluss soll am 27. April 2010 veröffentlicht und an diesem Tag im Rahmen der Bilanzpressekonferenz vorgestellt werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Weitere Informationen: www.krones.com