06/06/2012

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Kunststoff-Cluster: Kooperationsprojekt - "Neues Gehäusesystem zur Steuerung von Biomasseheizungen"

Vier Unternehmen in Oberösterreich haben in einem Kooperationsprojekt des Kunststoff-Clusters gemeinsam erfolgreich ein neues Gehäusesystem zur Steuerung von Biomasseheizungen entwickelt. Die Kunststofftechnik konnte demnach dabei sowohl in der Funktionalität als auch im Design überzeugen.

Hainzl Industriesysteme in Linz entwickelt und fertigt seit rund 15 Jahren unter anderem Steuerungen für Biomasseverbrennungsanlagen. Neben der Platinenfertigung, dem Zusammenbau und der Programmierung wird auch die Hard- und Software im eigenen Haus entwickelt. Steigende Stückzahlen und die immer höher werdenden Ansprüche der Käufer waren der Grund für die Entwicklung eines neuen Gehäusesystems aus Kunststoff, das zudem eine deutlich bessere Bedienerführung ermöglichen sollte. Es sollte ein Produkt entwickelt werden, das durch seine Konzeption eine maximale Variantenvielfalt und damit Anpassbarkeit für mehrere - auch im Wettbewerb stehende - Kunden von Hainzl ermöglicht. Wie sich in der Analyse herausstellte, war diese grundsätzliche Differenzierbarkeit, welche ohne wesentlichen Investitionsaufwand herzustellen sein sollte, das Erfolgskriterium schlechthin.

Vielseitiges Know-how durch Kooperation
Ein Cluster-Kooperationsprojekt mit einem schlagkräftigen Team ermöglichte diese Entwicklung: Ein Markenanbieter von Biomasseheizungen stellte die Schnittstelle zum Endverbraucher dar. Der Spritzgießer und Werkzeugbauer Schöfer in Schwertberg behauptet sich in der Branche vor allem durch qualitativ hochwertige Oberflächen und die Siedru Druck GmbH in Eggelsberg bietet sowohl technischen Siebdruck auf hohem Niveau als auch innovative Weiterverarbeitung, speziell im Bereich Kunststofftechnik an.

Herausfordernde Entwicklung
Die gewünschte rechteckige Form mit hohen und sehr unterschiedlichen Materialverstreckungen und das Zusammenspiel von hochtransparentem Kunststoff und bedruckter Oberfläche war eine große Herausforderung. Annähernd 2.000 gezogene Folien wurden hergestellt. Mehrere Werkzeuganpassungen, verschiedene Folienmaterialien, Folienstärken und Drucklacke kamen zum Einsatz, um zum optimalen Material und zur richtigen Prozessführung zu kommen. Doch das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend: serienreife herausragende Tiefziehteile - oder konkret ein Produktsystem mit zwei Gehäusegrößen und maximaler Variabilität. Damit kann Hainzl erstmals ein eigenes Produkt auf einem breiten Markt anbieten. Das Land Oberösterreich hat dieses Projekt finanziell unterstützt.