13.06.2012

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Kunststoffe in OWL: Netzwerk konstituiert sich als Verein

Ostwestfalen-Lippe ist seit dem 30. Mai 2012 um einen Branchenverein reicher. An diesem Tag wurde der "Kunststoffe in OWL e.V." gegründet. Gastgeber für die Gründungsversammlung mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Forschung war die MöllerGroup GmbH & Co. KG in Bielefeld. Der neue Verein will die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Netzwerkes "Kunststoffe in OWL" fortführen und weiter entwickeln und ihm gleichzeitig einen institutionellen Rahmen geben. In dem Netzwerk, das bereits seit 2005 arbeitet, sind derzeit etwa 250 Unternehmen der Region vereint.

Zwecke des Vereins mit Sitz in Paderborn sind unter anderem die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen und des Wirtschaftsstandortes Ostwestfalen-Lippe, der Ausbau des Clusters "Kunststoff" sowie die Verbesserung der Beschäftigungsperspektiven in der Kunststoffbranche.

Mit den drei Säulen Forschung & Entwicklung, Service und Qualifizierung, repräsentiert durch das "K-Lab" in Paderborn sowie die Vertreter der IHKs und das IKU OWL/Lippe Bildung eG, bietet "Kunststoffe in OWL e.V." interessierten Unternehmen eine breite Plattform. Das umfangreiche Portfolio will Unternehmen jeder Größe und Ausrichtung ansprechen und ihnen die Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder die Teilnahme an Projekten ermöglichen. Eine aktive Einbringung in Form der Mitarbeit in Arbeits- und Steuerkreisen ist zudem nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht.

Nach seiner Wahl zum Vereinsvorsitzenden dankte Dr.-Ing. Rolf Eilers, Geschäftsführer der Balda Medical GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen, den Initiatoren von "Kunststoffe in OWL" für die bisher geleistete erfolgreiche Netzwerkarbeit und forderte gleichzeitig alle Gründungsmitglieder dazu auf, die Aktivitäten noch zu verstärken, um den jungen Verein in der Region zu etablieren.

Den Nutzen, den eine Mitgliedschaft im "Kunststoffe in OWL e.V." für Unternehmen darstellen kann, hob Dr. Peter von Möller hervor: "Der Mehrwert von Wissenstransfer und die Mitgliedschaft in einem effektiven Netzwerk können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", so der Geschäftsführer des seit über 275 Jahren Eigentümer geführten Familienunternehmens. Dem pflichteten demnach auch die Gründungsmitglieder Michael W. Böllhoff, Geschäftsführer der Böllhoff Produktion GmbH, Bielefeld, und Hermann Trompeter, ordentlicher Vorstand und Leiter des Phoenix Contact College, bei.

Wirtschaftsvertreter wie Netzwerkinitiatoren stimmten darin überein, die Zeit bis zur Jahresversammlung am 24. September 2012 im MARTa Herford effektiv zu nutzen, um die Vereinsaktivitäten zu intensivieren und weitere Unternehmen für den gemeinsamen Zweck zu gewinnen.

Initiatoren von "Kunststoffe in OWL" sind die Universität Paderborn, die mit Prof. Elmar Moritzer den ersten Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden stellt, die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford, deren Vertreterin Meike Lübbe zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, die IHKs Lippe und Ostwestfalen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn, der VDI OWL, das IKU OWL in Lemgo und die 3-Pi Consulting GmbH in Paderborn.

Nachfolgender Blick in die Statistik macht aus Sicht der Initiatoren deutlich, dass es höchste Zeit war, mit "Kunststoffe in OWL e.V." eine feste Basis für die Erfolgsbranche Kunststoff zu schaffen:
Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren sind die sechstgrößte Industriebranche in OWL und Ostwestfalen-Lippe ist eine der führenden Kunststoffregionen Deutschlands. Allein bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren in Ostwestfalen-Lippe sind über 16.000 Menschen beschäftigt. Damit stellt OWL jeden fünften Beschäftigten und erwirtschaftet jeden fünften Euro der Branche innerhalb Nordrhein-Westfalens. Der Umsatz der ostwestfälischen Betriebe betrug in 2011 knapp 2,8 Mrd. EUR. Der Anteil der Beschäftigten der Branche an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt in OWL 2,3 Prozent und liegt damit deutlich über dem Bundes- und Landesdurchschnitt von jeweils 1,3 Prozent. Hinzu kommen eine Vielzahl weitere Unternehmen aus anderen Branchen, für die eine eigene Kunststoffverarbeitung ein wesentlicher Wertschöpfungs- und Technologiebaustein sind (z.B. Hersteller von Automobil- oder Elektronikkomponenten).

Die nächste Veranstaltung von "Kunststoffe in OWL" zum Thema "Biokunststoffe - Potenziale und Chancen" findet am Donnerstag, den 14. Juni 2012 ab 15 Uhr, bei der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld statt.