11/09/2011

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Kunststofftrends im Automobil

Chancen und Potenziale für den Einsatz von Kunststoffen
Zu 15 bis 20 Prozent besteht ein neues Auto heute aus Kunststoffen. Dass das Potenzial damit noch nicht ausgeschöpft ist, bestätigen die Referenten und Teilnehmer auf dem 5. Fachkongress „Kunststofftrends im Automobil“ im Wolfsburger CongressPark. Am 28. und 29. September diskutierten hier rund
180 internationale Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über den Einsatz polymerer Werkstoffe in der Fahrzeugherstellung.


„Das Innovationspotenzial der Kunststoffindustrie ist für das regionale Handlungsfeld Automobilwirtschaft von besonderer Bedeutung. Mit Veranstaltungen wie dem Kunststoffkongress treiben wir den Austausch und damit die Entwicklung des Kompetenzfeldes Kunststoffe und Biokunststoffe voran“, sagte Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG. Den Kongress richteten in diesem Jahr die Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, das Netzwerk „Werkstoff Innovation Niedersachsen“ (WIN) und die Wolfsburg AG gemeinsam aus.

„Durch Erkenntnisse in der Materialforschung und -verarbeitung können wir inzwischen‚klassische Nachteile‘ von Kunststoffen, wie eine mangelnde mechanische Festigkeit, ausgleichen. Moderne Verbundwerkstoffe bestechen durch Leichtigkeit, geringe Kosten und Anpassungsfähigkeit. Das sind Vorteile, von denen gerade die Automobilindustrie profitieren kann“, sagte Prof. Dr. Hartmut Widdecke von der Fakultät Fahrzeugtechnik der Ostfalia. „Um Wettbewerbsvorteile zu erschließen, müssen wir den Technologietransfer für industrielle Entwicklungen optimieren. Die einzigartige Konstellation von wissenschaftlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen in der Region bietet dafür vielfältige Ansatzpunkte. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg von der Idee zum marktfähigen Produkt ist nach wie vor die anwendungsorientierte Forschung und die damit verbundene Kooperation von Fachhochschulen mit Unternehmen“, erläuterte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka in ihrer Begrüßungsrede.

In diesem Sinne präsentierten auf der zweitägigen Veranstaltung Referenten aus Deutschland, Italien, England, den Niederlanden und Österreich Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele zu den Themen
„Allgemeine Trends“, „Polyurethane“, „Kunststoffverarbeitung“, „Interieur“, „Leichtbau“ und „Kunststoffe in der Elektromobilität“. Auf der Begleitausstellung zum Kongress bot sich den Teilnehmern zudem die Gelegenheit, Fragen zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen sowie technische Exponate vor Ort zu zeigen und zu besichtigen.

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