09.09.2010

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LANXESS: Additiv zur Herstellung "grüner Reifen"

Das Vernetzungsmittel Vulcuren von LANXESS ist nach Herstellerangaben nicht nur wertvoller Crosslinker und Reversionsschutzmittel für die Herstellung energiesparender "grüner Reifen", sondern soll zugleich eine Alternative für den Sekundärbeschleuniger N,N'-Diphenylguanidin (DPG) sein. DPG ist weit verbreitet in der Herstellung Treibstoff-sparender Silica-Reifen, sei aber nicht für das Zusammenspiel mit Silanen wie Si 363 geeignet. Zudem könne DPG unter Vulkanisationsbedingungen Anilin freisetzen. Vulcuren zeige diesen von vielen Kunden unerwünschten Effekt nicht.

"Die Bedeutung von Reifen für den Treibstoffverbrauch von Automobilen rückt weltweit immer stärker ins Interesse der Verbraucher", sagt Dr. Thomas Brackemeyer, Head of Global Product Management Speciality Products der LANXESS Business-Unit Rubber Chemicals. "Die Reifenentwicklung wird unter anderem durch das bevorstehende Tire Labeling in Europa beeinflusst. Gute Einstufungen sind nach aktuellem Stand der Technik nur von Reifen mit Green Tire- bzw. Silica-Technologie zu erwarten. In diesem Bereich ist die Rezepturentwicklung besonders innovativ."

Bei der Herstellung der "grünen Reifen" habe sich der Hybridvernetzer Vulcuren sowohl als sehr ausgewogenes Reversionsschutzmittel als auch als scorchsicherer Zweitbeschleuniger bereits einen guten Ruf erworben, so LANXESS. Vulcuren optimiere das Vulkanisationsverhalten bei der Reifenherstellung und könne als Reversionsschutzmittel die Performance der Produkte verbessern: Vulcuren erzeuge thermisch stabile Carbasulfan-Vernetzungen in der Elastomer-Matrix, die den typischen Umlagerungsreaktionen schwefelvernetzter Vulkanisate nicht unterworfen seien.

"So beugt dieses Additiv in Highperformance-Reifen zum Beispiel der langsamen Verhärtung von SSBR-Kautschuken wirksam vor, die mit zunehmendem Alter unter anderem die Nassrutsch-Eigenschaften des Produkts negativ beeinflusst", so Dr. Brackemeyer. Darüber hinaus unterstützte Vulcuren in seiner Funktion als Zweitbeschleuniger auch Entwicklungen von Reifen mit geringerem Rollwiderstand, die auf Silanen wie Si 363 basieren. "Im Zuge dieser Entwicklung ist auch ein Austausch von N,N'-Diphenylguanidin als etablierter Zweitbeschleuniger zu erwarten. Durch die ausgewogene Rezepturverträglichkeit bietet sich Vulcuren als ideale Alternative an", so Dr. Brackemeyer.

So schlage Vulcuren als Zweitbeschleuniger im Austausch für N,N'-Diphenylguanidin in Silica-Laufflächenmischungen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es öffne neue Wege für neuartige Silane bei der Entwicklung fortschrittlicher Reifen und verhindere gleichzeitig unter Vulkanisationsbedingungen die Freisetzung von Anilin. "Vulcuren basiert auf einer völlig anderen Chemie als DPG. Anwender, die durch die Anilin-Problematik sensibilisiert sind und nach einem neuen Zweitbeschleuniger suchen, finden in Vulcuren also eine lange erprobte und auf dem Markt bestens bewährte Alternative", so Brackemeyer.