13.01.2011

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LANXESS: Auf Expansionskurs in Indien - Grundsteinlegung für modernes Kunststoffwerk

Die LANXESS AG setzt den Ausbau ihres indischen Produktionsstandorts in Jhagadia im Bundesstaat Gujarat fort. Der Spezialchemie-Konzern legt den Grundstein für ein neues Kunststoffwerk mit einer Kapazität von zunächst 20.000 Tonnen pro Jahr. Die Produktionsanlage zur Compoundierung der technischen Kunststoffe der Marken Durethan (Polyamid) und Pocan (Polybutylenterephthalat) soll zu Beginn des Jahres 2012 in Betrieb gehen. Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als zehn Millionen Euro. Dadurch werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

"Jhagadia bietet die perfekte Plattform, um unsere Position als Premium-Anbieter für unsere Kunden zusätzlich zu unserem schnell wachsenden Heimatmarkt auch in der Region Asien-Pazifik zu stärken", sagte LANXESS-Vorstandsmitglied Rainier van Roessel bei der Grundsteinlegung.

Indien ist auf dem besten Weg, der drittgrößte Absatzmarkt für Hightech-Kunststoffe nach den Vereinigten Staaten und China zu werden. Dazu trägt insbesondere die Automobilindustrie bei, die Prognosen zufolge um mehr als sechs Prozent jährlich wachsen wird. Global tätige Autohersteller wie auch ihre Zulieferer sind bereits heute in Indien aktiv oder investieren in neue Anlagen auf dem Subkontinent. Es ist vor allem die wachsende Mittelschicht in Indien, die den Trend zu mehr Mobilität antreibt.

Die Automobilindustrie ist der größte Kunde des LANXESS Geschäftsbereichs Semi-Crystalline Products, der die Hightech-Kunststoffe der Produktreihen Durethan und Pocan herstellt. Diese hoch innovativen Produkte können eine gewichtseinsparende Alternative zu Metallen darstellen. Darüber hinaus ermöglichen die Durethan- und Pocan-Typen den Autoherstellern und -zulieferern erhebliche Einsparungen durch eine kostengünstigere Produktion und einfachere Montage.

"LANXESS-Jahr der Hightech-Kunststoffe" offiziell gestartet
"Die heutige Grundsteinlegung markiert den Auftakt für das 'LANXESS-Jahr der Hightech-Kunststoffe'", sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs Semi-Crystalline Products. "Unsere Hightech-Kunststoffe tragen dazu bei, die Sicherheit von Autos zu erhöhen und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch zu senken. Damit unterstützen sie den weltweiten Trend zu mehr Mobilität."

Weitere Investitionen in Jhagadia geplant
Der Standort Jhagadia hat für die Business Unit Semi-Crystalline Products viele geographische Vorteile. Er liegt zwischen Pune und Neu-Delhi, zwei der größten Zentren der Automobilindustrie, die viele Produktionsanlagen von Kunden des Geschäftsbereichs beheimaten. Die gute Anbindung an Überseehäfen stellt sowohl eine zuverlässige Versorgung der Compoundieranlage mit Vorprodukten als auch eine schnelle Belieferung von Kunden mit den Hightech-Kunststoffen außerhalb Indiens sicher. Der Bundesstaat Gujarat zählt ferner zu den führenden Chemieregionen Indiens, weshalb auf dem regionalen Arbeitsmarkt sehr gut ausgebildete Facharbeiter und Ingenieure zur Verfügung stehen.

Rainier van Roessel und Jörg Straßburger, Geschäftsführer und Landessprecher von LANXESS Indien, nahmen vom 12. bis 13. Januar am "Vibrant Gujarat" Gipfel in Gandhinagar teil. Im Rahmen des Treffens unterzeichnete van Roessel eine Absichtserklärung mit den lokalen Behörden für die Investition in die neue Anlage für Hightech-Kunststoffe. Dabei erwähnte das Vorstandsmitglied auch, dass LANXESS in Zukunft Investitionen weiterer Geschäftsbereiche in Jhagadia in Erwägung zieht.

Bis heute hat LANXESS einschließlich der neuen Compoundieranlage rund 60 Millionen Euro in den 13 Hektar großen Standort Jhagadia investiert. Eine neue Anlage zur Herstellung von Ionenaustauscherharzen sowie eine Anlage für Kautschukchemikalien haben im Jahr 2010 bereits die Produktion aufgenommen. LANXESS beschäftigt derzeit rund 230 Mitarbeiter in Jhagadia.

Der Standort Jhagadia stärkt die Präsenz des Geschäftsbereichs Semi-Crystalline Products im asiatisch-pazifischen Raum. Derzeit erweitert die Business Unit die Produktionskapazität ihrer Compoundieranlage in Wuxi, China. Bis Mitte 2011 wird die Kapazität dort auf rund 60.000 Jahrestonnen gesteigert.