29.10.2010

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LANXESS: Entwicklungs-Highlights bei Polyestern, Polyamiden, Kautschuken und Kautschukchemikalien

"Innovations in Polymers Energized by LANXESS" - mit diesem Slogan tritt der Spezialchemie-Konzern LANXESS auf der K 2010 an. Der Stand ist rund 1.300 Quadratmeter groß und bietet den Business Units Butyl Rubber, Performance Butadiene Rubbers, Technical Rubber Products, Rubber Chemicals, Semi-Crystalline Products, Functional Chemicals und Inorganic Pigments die Möglichkeit, um ihre Entwicklungen vorzustellen.

Effizienter Leichtbau, Substitution von Metall und Duroplasten
Die Exponate zu den Polyamiden Durethan und Polybutylenterephthalaten Pocan konzentrieren sich u. a. auf die Anwendungsfelder Automobil, Umwelt, Elektro/Elektronik und Living. Ein Fokus liegt auf dem Leichtbau mit leichtfließenden und hochgefüllten Materialvarianten. Es werden zahlreiche Bauteile ausgestellt, die aus dem mit 60 Prozent Glasfasern gefüllten, hochsteifen Polyamid 6 Durethan DP BKV 60 H2.0 EF bestehen - so etwa eine Druckmaschinenwanne, ein Ansaugrohr und eine Schaltersicherung. Ein Highlight, das für die Substitution von Stahlblech steht, ist die aus dem Polyamid 6 gefertigte Reserveradmulde mit integrierten Verstärkungskanälen des Audi A8. Welche Chancen die Verwendung von Organoblech anstelle von Metall in der Kunststoff-Metall-Verbundtechnologie (Hybridtechnik) mit Durethan eröffnet, zeigt das Frontend des Audi A8. Aus dem Leichtbauwerkstoff besteht ein dünnes U-Profil im Untergurt des Hybridfrontends. Daraus resultiert im Vergleich zu einem Aluminiumeinleger eine Gewichtseinsparung von 20 Prozent. Eine Werkstoffinnovation für die Elektro-/Elektronikindustrie ist Durethan DP AKV 30 FN00. Das flammgeschützte Polyamid 66 enthält weder Halogene noch roten Phosphor und ist u. a. bestens als Isolationsmaterial geeignet.

Innovationen bei Kautschuken
Die zu Kautschuken und Additiven präsentierten Neuheiten decken die ganze Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ab, die diesen Werkstoffen offen steht. Als Beispiel für eine erfolgreiche Entwicklung wird Therban AT 3400 VP genannt. Das niedrigviskose HNBR-Elastomer sei um ein Vielfaches leichtfließender als bisherige Therban-Typen und eigne sich daher u.a. hervorragend für den Flüssigspritzguss. Spezielle neue Typen von Therban seien außerdem Material der Wahl für Dichtungen, die bei der Druckbetankung von erdgasbetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Der Synthesekautschuk ist beständig gegen Erdgas und bleibt im Vergleich zu Fluorkautschuken auch bei -40 °C deutlich kälteflexibler. Die Dichtungen verspröden daher nicht bei den eisigen Temperaturen, die bei der Betankung entstehen. Ihre Dichtwirkung bleibt somit erhalten.

Eine andere Verfahrensinnovation steckt hinter wiederablösbaren Klebefolien aus dem EVM-Polymer Levamelt. Sie sollen sich nun auch in hohen Durchsätzen per Blasfolienextrusion produzieren lassen. Das habe LANXESS gemeinsam mit einem Hersteller von Extrusionsanlagen anhand einer Dreischicht-Folie mit einer Funktionsschicht aus Levamelt gezeigt. Das EVM-Polymer Sei im Markt für Klebe- und Adhäsionsfolien sehr begehrt, weil sich sein Haftverhalten an unterschiedlich polare Untergründe anpassen lasse.

LANXESS ist Träger der diesjährigen "Gummistraße"
Auf der K 2010 wird es in Halle 6 wieder eine "Gummistraße" geben. In diesem Jahr ist LANXESS Träger dieser schon seit 1983 auf der K bewährten Initiative. "Als der weltweit führende Hersteller von Synthesekautschuken möchten wir Unternehmen der kautschukverarbeitenden Industrie eine Plattform bieten, auf der sie ihre neuen Entwicklungen präsentieren können", erläutert Dr. Werner Breuers, Mitglied des Vorstands der LANXESS AG.

Neue Additive für die Polymerindustrie
Auch bei Additiven hat LANXESS zahlreiche Produktneuheiten zu bieten - so etwa Disflamoll TP LXS 51036, ein geruchsneutrales Flammschutzmittel für PVC-basierte Kunstlederprodukte. Neu sind außerdem Formulierungen des bewährten flammwidrigen Baustoffs Bayfomox, die einfach und sicher als Sprühschaum applizierbar sein sollen. Eine Alternative zu Zinkseifen als Emulgator für Kieselsäure in "grünen Reifen" ist das Silica-Additiv 9202. Durch seinen Einsatz gelange kein Zink über den Reifenabrieb in die Umwelt. Zudem wirke es im Gegensatz zu Zinkseifen nicht weichmachend. Weitere Themenschwerpunkte sind verschiedene Alternativen zu phthalathaltigen Haftvermittlern und Weichmachern sowie Entwicklungen u. a. bei Vulkanisationsbeschleunigern, Vernetzern, Mastifiziermitteln und Alterungsschutzmitteln.

Weitere Informationen: www.lanxess.com

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 6, Stand C76