23.02.2010

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LANXESS: Sonderausstellung "100 Jahre synthetischer Kautschuk" im Auto & Technik Museum Sinsheim

Ohne synthetischen Kautschuk wäre das Leben nicht so wie es ist: Der künstlich hergestellte Gummi hat die Welt revolutioniert - und bewegt sie noch heute. Deshalb widmen die LANXESS AG und das Auto & Technik Museum Sinsheim dem elastischen Alleskönner eine eigene Ausstellung. Vom 18. Februar bis zum 30. September führt die Ausstellung die Besucher anhand von zahlreichen Exponaten - wie zum Beispiel die Originalprobe des ersten künstlich hergestellten Kautschuks oder einer der ersten Reifen aus Synthesekautschuk - sowie anhand von spannenden Informationstafeln durch die bewegende Geschichte des künstlichen Gummis. Denn die Einsatzgebiete dieses Werkstoffs sind vielfältig: Sie reichen vom Automobilbau und der Reifenindustrie über Energieerzeugung, Medizin und Sport bis hin zur Luft- und Raumfahrt - einem weiteren Schwerpunkt der Verbund-Museen in Sinsheim und Speyer.

Eine Million Besucher pro Jahr im Sinsheimer Museum
Das Auto & Technik Museum Sinsheim ist das größte private Technikmuseum Europas. Auf mehr als 30.000 Quadratmetern Hallenfläche und einem großen Freigelände zeigt das Museum Legenden der Technikgeschichte in einer Vielfalt, die weltweit einmalig ist. Ob chromblitzende Oldtimer, legendäre Flugzeuge, rassige Sportwagen, gigantische Lokomotiven oder spektakuläre Rekordfahrzeuge: Es gibt fast kein motorisiertes Fortbewegungsmittel, das im Museum nicht zu finden ist. Rund eine Million Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt kommen jährlich nach Sinsheim, um die Ausstellung mit mehr als 3.000 Exponaten zu besichtigen. Die beiden größten Sensationen sind die auf dem Dach der Museumshalle in Flugposition aufgestellten, voll begehbaren Überschall-Passagierflugzeuge Concorde und Tupolev 144. Das Museum Sinsheim ist das einzige Museum weltweit, das diese bisher einzigen in Serie produzierten Überschallflugzeuge Seite an Seite präsentiert.

"Wir freuen uns, dass wir im renommierten Auto & Technik-Museum in Sinsheim die mehr als 100-jährige Geschichte dieses faszinierenden Werkstoffs, die eng mit LANXESS verbunden ist, präsentieren können", sagt Werner Breuers, Vorstandsmitglied der LANXESS AG. Der Spezialchemie-Konzern zählt zu den Weltmarktführern für synthetische Hochleistungskautschuke und führt das Erbe des Erfinders Fritz Hofmanns, der seinerzeit bei den Elberfelder Farbenfabriken arbeitete, erfolgreich fort. "Synthetischer Kautschuk ist auch heute noch genauso modern wie im Jahr 1909", so Breuers weiter. "Er ist jedoch ökologisch effizienter, vielseitiger, spezieller und verfügbarer als je zuvor. Als Technologieführer auf diesem Gebiet werden wir auch in Zukunft unsere Hochleistungs-Kautschuke für innovative Anwendungen weiter entwickeln."

Autos und Flugzeuge sind ohne Synthesekautschuk undenkbar
Ohne das erste Verfahren zur Herstellung von synthetischem Kautschuk, das sich der deutsche Chemiker Fritz Hofmann im Jahre 1909 patentieren ließ, würde heute kein Auto fahren und kein Flugzeug fliegen: Reifen, Keil- und Zahnriemen, Schläuche, Kabelummantelungen sowie Dichtungen für Motoren, Türen, Fenster und Kofferraumdeckel: In allen diesen Anwendungen, die für die moderne Mobilität unabdingbar geworden sind, steckt künstlicher Kautschuk. Das wohl bekannteste Anwendungsgebiet ist aber nach wie vor der Reifen. Er ist das sichtbarste Beispiel für die Erfolgsgeschichte des innovativen Werkstoffs, der bis heute häufig im Verborgenen agiert. Rund 70 Prozent der Kautschuke von LANXESS werden für die Produktion von Autoreifen hergestellt. Der Spezialchemie-Konzern gehört damit zu den größten Anbietern von Reifenkautschuken weltweit und ist auch in der Entwicklung führend. Ohne diese wären moderne, energieeffiziente Hochleistungsreifen nicht denkbar. Sie sind sicher, langlebig und sorgen für einen geringen Rollwiderstand der Pneus. Damit hilft synthetischer Kautschuk, Treibstoff zu sparen und den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge zu reduzieren.

Unter extremen Bedingungen sicher und stabil
Weit mehr als 100 verschiedene Synthesekautschuktypen für die unterschiedlichen Verwendungszwecke hat der Konzern im Programm. In den LANXESS Laboratorien arbeiten hoch qualifizierte Chemiker und Techniker weltweit mit Hochdruck daran, das Erbe Hofmanns weiter in die Zukunft zu tragen. Der konnte 1909 die Bedeutung seiner Erfindung für die moderne Welt nur erahnen. Ein vollwertiger Ersatz für Naturkautschuk sollte seine Erfindung sein, um den steigenden Preisen des Gummibaum-Extrakts entgegen zu wirken. Heute ist Synthesekautschuk weit mehr als ein Ersatz. Die Technik kennt eine Vielzahl künstlicher Spezialkautschuke für Anwendungen in allen Bereichen des täglichen Lebens. Synthetische Kautschuke sind überall im Einsatz und bleiben auch unter extremen Bedingungen sicher und stabil.

Alleskönner auch in Sport, Haushalt und Lebensmitteln
So gibt es auch im maritimen Bereich zahlreiche Anwendungsbeispiele. Flammgeschützter Hochleistungskautschuk für die Ummantelung von Spezialkabeln in Unterseeboten zählt ebenso dazu wie Taucher- und Wassersportanzüge, Gummistiefel oder wasserdichte Regenumhänge. Im Haushalt finden sich ebenfalls viele Produkte aus Synthesekautschuk, etwa in Gummihandschuhen, aber auch in Türdichtungen von Kühlschränken, Backöfen oder Spülmaschinen. Als so genannte O-Ringe und Ventilabdichtungen sind sie darüber hinaus in Wasserhähnen zu finden. Selbst die Lebensmittelbranche kommt ohne das elastische Multitalent nicht mehr aus: Für die Herstellung von Kaugummi liefert LANXESS einen speziellen Butylkautschuk, der das Aroma länger bewahrt als natürlicher Kautschuk.

Das Auto & Technik Museum Sinsheim am Museumsplatz in Sinsheim (Baden-Württemberg) ist für Besucher Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.lanxess.com, www.sinsheim.technik-museum.de, www.weltkautschuktag.de