07.10.2011

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LBC: Investion in neues Lasersintersystem

Das Lasergenerieren ist zwar ein noch junges, aber sich hochdynamisch entwickelndes Verarbeitungsverfahren zur Herstellung von Formeinsätzen für Spritzgießwerkzeuge. Die LBC GmbH hat den Angaben zufolge mit der Anschaffung einer neuen EOSINT M 280 des Maschinenbauers EOS nicht nur die eigenen Kapazitäten nachhaltig erhöht, sondern auch die Bearbeitungsleistung.

Beim Lasergenerieren oder Laser-Sintern handelt es sich um die additive Fertigung von Metallteilen direkt auf Basis dreidimensionaler CAD-Daten. Die Produktion erfolgt dabei vollautomatisch, schnell und ohne Werkzeuge. Der dreidimensionale Datensatz wird zunächst in Schichten mit der vorgegebenen Schichtstärke horizontal geschnitten. Die Werkstücke werden auf Basis dieser Daten schichtweise aus dem Pulverbett heraus verschweißt. Das nicht belichtete Pulver kann zu fast 100 Prozent aufbereitet und erneut verwendet werden.

Dr. Adrian Keppler, Executive Vice President Strategy and Business Development bei EOS ergänzt: "Das Vertrauen von LBC in unser neues Metall-System ist für uns eine weitere Bestätigung dafür, dass wir mit der Technologie die Herausforderungen insbesondere im Werkzeugbau bedienen. Vorreiter wie LBC leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, die Technologie stetig weiterzuentwickeln."

LBC: modernste Technik im Einsatz
Die Maschinen, die LBC für dieses hochmoderne Bearbeitungsverfahren einsetzt, kommen durchweg aus dem Hause EOS GmbH. Die aktuellste Anschaffung von LBC ist das Laser-Sinter-System EOSINT M 280. Mit dieser Anlage lassen sich sowohl Werkzeugeinsätze als auch Prototypen und Endprodukte direkt aus Metall umsetzen.
Das System ist mit einem leistungsfähigen 400 Watt-Laser von hoher Strahlqualität und Leistungsstabilität ausgestattet, der für ein konstant perfektes Bauteilniveau sorgen soll. Die realisierbare Bauteilhöhe stieg mit der Integration dieses Systems in die Produktion bei LBC von 190 auf jetzt 300 Millimeter. Die Qualität der gefertigten Bauteile sowie die Produktivität der EOSINT M 280 und die ergonomische Peripherie sollen die Anlage ideal einsetzbar machen für eine wirtschaftliche, losgrößenangepasste Bauteilfertigung bis hin zum Einzelartikel (one-piece-flow).

Besonderheit: Optimierte Schichten
Für LBC bringe die neue Anlage vor allem kürzere Lieferzeiten und noch wirtschaftlichere Preise für die Kunden. Das komme maßgeblich dadurch, dass mit der EOSINT M 280 ein schnelleres, schichtweises Laserschweißen des Werkzeugstahl 1.2709 realisiert werde. Ein Kundenprojekt mache dies anschaulich deutlich. Ralph Mayer, Geschäftsführender Gesellschafter der LBC GmbH, zur Kooperation mit dem Kunden FWB: "Zunächst haben wir unserem Kunden eine kostenoptimierte Hybridlösung angeboten. Das maximal mögliche Volumen des Formeinsatzes sollte als Hybridrohling bei FWB gefertigt werden. Der Aufbau der Kavität wurde auf 40 µm Schichten berechnet. Nach Integration und Qualifizierung der neuen Maschine haben wir das Projekt dann neu kalkuliert. Das Ergebnis: Die komplette generative Herstellung der Einsätze wurde für FWB 25 Prozent wirtschaftlicher als die ursprünglich angebotene Hybridlösung. Zusätzlich konnten vier bis fünf Wochen Fertigungszeit eingespart werden."

EOS und LBC auf der Fakuma: Halle 2, Stand 2219