20.04.2010

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LPKF: Laserspezialist mit dem Hermes Award 2010 prämiert

Aus einfachen Kunststoffbauteilen machen Laserstrahlen hochwertige Elektronikkomponenten: Für diese Idee wurden LPKF Laser & Electronics AG mit dem renommierten Hermes Award ausgezeichnet.

Die Idee ist bestechend: Bereits vorhandene Kunststoffbauteile werden mit Leiterbahnen versehen und übernehmen zusätzliche elektronische Funktionen. Für die Umsetzung dieser Idee und die Entwicklung zur Großserienfähigkeit wurde LPKF auf der Eröffnungsfeier zur Hannover Messe 2010 mit dem Hermes Award ausgezeichnet, vergeben von einer hochkarätigen Jury aus Presse, Politik und Wirtschaft.

Um aus einfachen Spritzguss-Bauteilen hochwertige Elektronikkomponenten zu machen, setzt LPKF ein besonders Verfahren ein. Der Kunststoff ist mit einem Additiv versehen. Der anschließende Laserprozess aktiviert dieses Additiv und hinterlässt eine mikroraue Oberfläche. Auf den aktivierten Strukturen baut sich in der abschließenden Metallisierung Kupfer, Nickel oder Gold auf.

Die Strukturierung dreidimensionaler Bauteile allein ist schon eine anspruchsvolle Aufgabe. LPKF hat ein neuartiges Lasersystem mit der Bezeichnung Fusion3D entwickelt, dass diese Aufgabe mit vier Lasern gleichzeitig übernimmt. Damit entfallen bislang erforderliche Zeiten zum Drehen des Bauteils, die Bearbeitungsgeschwindigkeit steigt bis auf das Fünffache, und das bei gesteigerter Präzision, so das Unternehmen.

Das Paket aus Verfahren und Lasersystem war die Grundlage für die Nominierung. Neben dem Innovationsgehalt ist auch die wirtschaftliche Bedeutung ein Bewertungskriterium. Mit den seit Sommer 2009 verfügbaren neuen Systemen habe sich die Produktionskapazität im derzeitigen Haupteinsatzgebiet Handy-Antennen von 20 Millionen 2009 auf 100 Millionen für das Jahr 2010 erhöht. Auch in anderen Bereichen wie der Automobilindustrie, Medizin- und Elektrotechnik verzeichnet LPKF nach eigenen Angaben steigende Nachfrage.

Über LPKF
LPKF Laser & Electronics AG produziert Maschinen und Lasersysteme, die in der Elektronikfertigung, der Medizintechnik, der Automobilindustrie und bei der Herstellung von Solarzellen zum Einsatz kommen. Rund 20 Prozent der Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Weitere Informationen: www.lpkf.de