10.10.2013

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LWB-Steinl: Prozess-Optimierungs beim Gummi-Spritzguss mit CAS

Der Gummi-Spritzgießmaschinen-Hersteller LWB Steinl hat zur K 2013 die Vorstellung der nächsten Entwicklungsstufe seiner Gummi-Spritzgießtechnik angekündigt. Sie besteht demnach aus der Kombination des EFE-Plastifizier- und Einspritzsystems mit einem speziell abgestimmten Kaltkanal-System. Ein wesentlicher Teil der neuen, hochproduktiven Prozesstechnik ist das von CAS - Computerunterstützte Automatisierungssysteme GmbH & Co. KG, Reinbek bei Hamburg, entwickelte Prozessoptimierungs­system Jidoka P 101, dessen Möglichkeiten auf dem LWB-Messestand präsentiert werden.

Das System soll eine deutliche Steigerung der Produktivität in der Gummi-Spritzgießverarbeitung ermöglichen und wird von LWB Steinl auf einer vertikalen, unten schließenden Spritzgießmaschine mit vollhydraulischer Schließeinheit vom Typ VSEFE 2700/2000 B mit einem 4-Kavitäten-Kaltkanalwerk des Entwicklungspartners Stefan Pfaff-Werkzeug- und Formenbau, Röthenbach, erstmals öffentlich in Produktion präsentiert. Dabei werde das Potenzial des EFE-Plastifizier- und Einspritzsystems zur Heizzeitverkürzung mit dem Potenzial des Kaltkanal-Systems zur Materialeinsparung kombiniert.

Das von LWB entwickelte Spritzgießsystem erreicht laut Hersteller insbesondere bei Formteilen mit mittleren bis dicken und stark unterschiedlichen Wandstärken deutlich kürzere Zykluszeiten. Da aber die eingesetzten Gummimischungen chargenbedingte Schwankungen aufweisen, erfordere dies bei der nachfolgenden Weiterverarbeitung einen ständigen Nachregelbedarf bei den Maschineneinstellungen, der wiederum eine hohe verfahrenstechnische Kompetenz vom Produktionspersonal erfordere. Dies sei in einem 24-Stundenbetrieb nicht immer gewährleistet.

Das CAS-Jidoka P 101-System überwache permanent alle Einflüsse (Chargen- und Prozessgrößenschwankungen) auf die Qualität und sichere für jeden Zyklus eine gleichbleibende Teilequalität. Darüber hinaus werde die Teilequalität pro Zyklus, wie ein Qualitäts-Zertifikat, in Form eines vorher festgelegten Vernetzungsgrades dokumentiert. Jidoka P 101 arbeitet vergleichbar einem Navigationssystem für Maschinen. Der Einrichter legt den Arbeitspunkt, der einem bestimmten Vernetzungsgrad entspricht, in Abstimmung mit der Qualitätssicherung fest. Das Optimierungssystem macht dem Einrichter, unter Berücksichtigung des aktuellen Prozessgeschehens, konkrete Vorschläge zur Prozessoptimierung. Dies beziehen sämtliche Prozessparameter mit ein.

Dipl.-Ing. Volker Groth, geschäftsführender Gesellschafter von CAS, fasst die Systemvorteile seines Prozess-Optimierungssystems kompakt zusammen: "Unser Jidoka P 101-System ist ein erlaubtes Dopingmittel, das zusätzliche Leistungsreserven von Gummi-Verarbeitungsmaschinen erschließt. Mit ihm kann ein Gummiteile-Produzent Formteile mit gleichmäßiger Qualität und kürzest möglicher Zykluszeit bei gleichzeitig robusten Produktionsbedingungen herstellen."

CAS auf der K 2013 bei LWB Steinl
CAS - Computerunterstützte Automatisierungssysteme GmbH & Co KG CAS wurde 1987 gegründet. Ziel war es, der Gummi verarbeitenden Industrie ein Software-Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem die vielfältigen Variablen und Störgrößen im Verarbeitungsprozess ausgeregelt werden können. Innerhalb von zwei Jahren sei eine produktadaptive Prozessregelung entwickelt worden, die für jede beliebige Gummi-Spritzgießmaschine nachrüstbar sein soll. Mit ihr sei es möglich, auf Basis eines konstanten Vernetzungsgrades (= konstante physikalische Eigenschaften) alle bekannten Einflussgrößen zu erfassen und Regelgrößen zur Kompensation bereitzustellen.

Weitere Informationen: www.lwb.de.com, www.cas-jidoka.de

K 2013, Düsseldorf, 16.-23.10.2013, Halle 14, Stand A68

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