18.03.2013

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Lanxess: Deutlich gesteigertes Ergebnis in Q4 im Vergleich zum Vorjahresquartal - Pläne fürs zeitweise Herunterfahren der Butyl-Anlage in Belgien und der EPDM-Produktion in Texas

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG hat trotz einer geringen zugrundeliegenden Nachfrage im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein wesentlich höheres Ergebnis erzielt, teilte das Unternehmen kürzlich mit.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg demnach im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37 Prozent von 174 Millionen Euro auf 239 Millionen Euro. Der Umsatz im vierten Quartal bewegte sich mit 2,123 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, der Gewinn erhöhte sich auf 51 Millionen Euro von 5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,06 Euro im vierten Quartal 2011 auf 0,62 Euro.

Dieses Ergebnis sei hauptsächlich durch die strikte Kostendisziplin und das flexible Anlagenmanagement des Unternehmens erreicht worden. Zudem war das Ergebnis im vierten Quartal 2011 von einer Wertberichtigung auf Vorräte in Höhe von 35 Millionen Euro beeinträchtigt.

Dadurch erreichte Lanxess im Geschäftsjahr 2012 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 1,225 Milliarden Euro. Mit diesem Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichte der Konzern das erwartete Jahresziel von plus fünf bis zehn Prozent. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz 2012 um vier Prozent auf 9,094 Milliarden Euro, das Konzernergebnis um zwei Prozent auf 514 Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie um zwei Prozent auf 6,18 Euro.

Pläne fürs zeitweise Herunterfahren
der Butyl-Anlage in Belgien und der EPDM-Produktion in Texas
Die geringe zugrundeliegende Nachfrage, die sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 abzeichnete, setzt sich - entgegen der typischen Saisonalität - auch im Geschäfts­jahr 2013 in den meisten Geschäftsfeldern fort. Um der derzeitig geringen Marktnachfrage zu begegnen, greift der Konzern auf sein flexibles Anlagen­manage­ment zurück. Lanxess plant deshalb, in den kommenden Wochen seine Butyl-Anlage in Belgien sowie seine EPDM-Produktion im US-Bundesstaat Texas zeitweise herunterzufahren.

Dennoch wird nach Einschätzungen von Lanxess die Nachfrage im Verlauf des Jahres an Dynamik gewinnen. Der Konzern sieht sich strategisch gut aufgestellt, um von der erwarteten weltweiten Konjunkturerholung zu profitieren.

Lanxess ist zuversichtlich, seine mittelfristigen Ergebnisziele von 1,4 Milliarden Euro EBITDA vor Sondereinflüssen im Jahr 2014 respektive 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2018 zu erreichen.

Lanxess wird seine endgültigen Geschäftszahlen 2012 auf der Bilanzpressekonferenz am 21. März in Düsseldorf vorlegen. Alle genannten Zahlen sind vorläufig und nicht testiert.

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