19.09.2013

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Lanxess: Effizienzprogramm "Advance" gestartet - Abbau von etwa 1.000 Stellen weltweit bis Ende 2015 geplant

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess begegnet mit einem umfassenden Effizienzprogramm der aktuellen Wirtschaftslage. Derzeit wird vor allem das Kautschukgeschäft von einer vorübergehenden Nachfrageschwäche, zunehmendem Wettbewerb und volatilen Rohstoffpreisen beeinträchtigt, teilt das Unternehmen mit. Mit dem Programm "Advance" will der Konzern deshalb Kosten und Personalbestand senken sowie sein Portfolio optimieren.

Im Rahmen von "Advance" plant Lanxess, durch Effizienzmaßnahmen und gezielte Restrukturierungen ab dem Jahr 2015 jährliche Einsparungen von rund 100 Millionen Euro zu erreichen. Die Umsetzung soll bis Ende 2015 zu einem Abbau von etwa 1.000 Stellen weltweit führen.

Dazu startet Lanxess ein Programm zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen, das auf Vorruhestandsregelungen und Abfindungszahlungen basiert. Ergänzend soll die variable Vergütungskomponente für das laufende Geschäftsjahr für alle berechtigten Mitarbeiter sowie für den Vorstand gekürzt werden. Alle Maßnahmen würden in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen erfolgen.

Die weltweiten Niederlassungen sollen der aktuellen Marktlage angepasst werden, wobei der Konzern sein flexibles Anlagenmanagement fortsetzen will.

Im Rahmen der gezielten Restrukturierungsmaßnahmen hat die Business Unit Rubber Chemicals bereits einen Standort in Südafrika geschlossen und Produktionskapazitäten in Belgien gebündelt.

Für das Programm "Advance" werden in den Jahren 2013 und 2014 Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 150 Millionen Euro erwartet.

Der Konzern will seine derzeitige Struktur mit drei Segmenten und 14 Business Units beibehalten. Für bestimmte Randgeschäfte verfolgt der Konzern jedoch strategische Optionen.

Diese Geschäfte erzielen zusammen einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von knapp 30 Millionen Euro. Beschäftigt sind dort rund 1.000 Mitarbeiter.

Im Zuge seiner mittel- bis langfristigen Portfolio-Strategie plant der Konzern Zukäufe bevorzugt zur Stärkung seiner Segmente Advanced Intermediates und Performance Chemicals, um sein Portfolio weiter zu diversifizieren.

Lanxess bestätigte den Ausblick für das Geschäftsjahr 2013. Ziel ist demzufolge ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 700 bis 800 Millionen Euro. Mögliche weitere Wertberichtigungen auf Vorräte seien dabei nicht berücksichtigt.

Für das laufende Jahr wurde das Investitionsbudget auf rund 600 Millionen Euro reduziert und auf die strategischen Projekte fokussiert. Im Jahr 2018 will Lanxess ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,8 Milliarden Euro erreichen.

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