07.04.2014

www.plasticker.de

Lanxess: Erfolgreicher Abschluss der Pilotphase für ein neues Produktionsverfahren von Butylkautschuk

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat die Pilotphase für ein neues Produktionsverfahren zur Herstellung von Butylkautschuk erfolgreich abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit.

In den vergangenen sieben Jahren hat Lanxess an einer grundlegend neuen Technologie für eine nachhaltigere Produktion gearbeitet. Von großer Bedeutung bei diesem Prozess war demnach die Erprobung dieser neuen Technologie, die seit Frühjahr 2012 in zwei Pilotanlagen am Produktionsstandort in Zwijndrecht, Belgien, stattgefunden hat.

Die Herstellung von Butylkautschuk ist sehr komplex und erfordert Verfahrensschritte bei sehr tiefen Temperaturen sowie einen erheblichen Einsatz von Dampf. Die neue Verfahrenstechnologie ist den Angaben zufolge deutlich energie- und kosteneffizienter.

Lanxess beabsichtigt jetzt, die Pilotanlagen nach Abschluss der Verfahrensentwicklung stillzulegen. Auf lokaler Ebene wurde eine Konsultationsphase eingeleitet, um etwaige personelle Auswirkungen mit Gewerkschaften und Mitarbeitern abzustimmen.

Butylkautschuk wird für Innerliner, die innerste, luft- und feuchtigkeitsdichte Schicht von schlauchlosen Reifen, eingesetzt. Das Elastomer sorgt dafür, dass der Reifendruck über lange Zeit konstant bleibt. Fahrzeuge sind dadurch nicht nur sicherer unterwegs. Sie verbrauchen auch weniger Kraftstoff und produzieren somit weniger Emissionen. In Spezialanwendungen dient Butylkautschuk zur Herstellung von Schutzkleidung und medizinischen Geräten. Darüber hinaus stellt die Kaugummiproduktion einen besonders interessanten Nischenmarkt dar.

Weitere Anlagen zur Butylkautschukproduktion betreibt Lanxess in Sarnia/Kanada und Singapur.

Der Geschäftsbereich Butyl Rubber gehört zum Lanxess Segment Performance Polymers, das im Jahr 2013 einen Umsatz von 4,49 Milliarden Euro erzielte.

Weitere News im plasticker