18.12.2014

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Lanxess: Hochleistungscomposite Tepex für Abdeckung von Nachschalldämpfer vom BMW i8

Die Hochleistungsverbundwerkstoffe Tepex der Lanxess-Tochtergesellschaft Bond-Laminates werden laut Anbieter von Konstrukteuren immer häufiger genutzt, um die mechanische Leistungsfähigkeit von Bauteilen aus faserverstärkten thermoplastischen Formpressmassen zu steigern. Jüngstes Beispiel dafür sei die Teilabdeckung des Nachschalldämpfers vom BMW i8. Sie wird im DLFT-Verfahren (Direct Long Fiber Thermoplastic) aus einer Polypropylen-Pressmasse hergestellt, die mit Langglasfaser-Rovings verstärkt ist. Als Decklage findet dabei ein Einleger aus Tepex dynalite 104-RG601 Verwendung. "Er sorgt mit seiner Steifigkeit bei hohen Temperaturen dafür, dass sich die Teilabdeckung durch die Hitze in der Umgebung des Nachschalldämpfers nicht verformt und versagt. Außerdem verbessert unser Composite die Festigkeit und Schlagzähigkeit des Bauteils bei eisigem Frost", so Harri Dittmar, Composite-Experte bei Bond-Laminates.

Kältezäh und sehr steif bei hohen Temperaturen
Der Einleger aus Tepex ist 0,5 Millimeter dick und besteht aus einer Polypropylenmatrix, in die 47 Volumenprozent Endlosglasfaser-Rovings als einlagiges Gewebe eingearbeitet sind. "Dank seines Einsatzes nimmt die Steifigkeit der Teilabdeckung bei Raumtemperatur rund um den Faktor vier und bei der Betriebstemperatur des Nachschalldämpfers etwa um das Sechsfache zu", erklärte Dittmar. Auch die Schlagzähigkeit profitiere. In Durchstoßversuchen nach DIN EN ISO 6603-2 zeigte sich, dass die verwendete Variante von Tepex dynalite bei Raumtemperatur rund acht- bis neunmal schlagzäher sei als eine DLFT-Formmasse auf Basis von Polypropylen. "Bei Temperaturen von -30°C liegt die Schlagzähigkeit sogar um den Faktor zehn höher, wobei DLFT auf Basis von Polypropylen unter diesen Bedingungen bei einem Crash splittert, unser Tepex dagegen nicht", so Dittmar.

Lokale Verstärkung thermoplastischer Pressmassen
Im Falle anderer thermoplastischer Pressmassen und Umformmaterialien sei der Einsatz von Tepex zur lokalen Bauteilverstärkung ebenfalls attraktiv. Zum Beispiel liegen die mechanischen Eigenschaften von Tepex-verstärkten DLFT-Polypropylenmaterialien auf dem Niveau von glasmatten- und glasgewebeverstärkten Thermoplastsystemen (GMT und GMTex) auf Polypropylenbasis. "Die Kombination von Tepex mit dem DLFT-Verfahren eröffnet in diesem Fall daher beträchtliche Einsparmöglichkeiten - so etwa in der Herstellung von Unterbodenkomponenten", erläuterte Dittmar. Auch Polypropylen-basierte, glasfaserverstärkte Mischfaservliese (Low Weight Reinforced Thermoplastics, LWRT), aus denen u.a. wegen ihrer hohen Schallabsorption Unterbodenverkleidungen produziert würden, sollen sich mit Decklagen aus Tepex erheblich versteifen lassen. Die akustische Wirksamkeit bleibe dabei bei Verwendung von einlagigem Tepex erhalten.

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