15.10.2014

www.plasticker.de

Lanxess: Hochmolekulares EPDM als Ersatz für Naturkautschuk

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess stellt bei der International Rubber Expo der American Chemistry Society (ACS) in Nashville, TN (USA) vom 14. bis 16. Oktober mit Keltan 9565Q einen marktreifen, ultra-hochmolekularen EPDM-Kautschuk vor. Lanxess ist davon überzeugt, dass sich dieser synthetische Kautschuk bei dynamischen Anwendungen zu einem vollwertigen Ersatz für Naturkautschuk entwickeln wird.

Die Anwendungen in der Automobilindustrie und anderen technischen Bereichen werden immer anspruchsvoller, insbesondere hinsichtlich der Temperaturbeständigkeit. Hier gerät Naturkautschuk schnell an seine Grenzen. "Keltan 9565Q mit seiner maßgeschneiderten Molekularstruktur ist genauso belastbar und widerstandsfähig wie Naturkautschuk, kann diese Eigenschaften aber gleichzeitig bei hohen Temperaturen vorweisen", sagt Niels van der Aar, Leiter Technischer Service und Anwendungsentwicklung des Keltan Kautschukgeschäfts von Lanxess. "Diese Temperaturbeständigkeit ermöglicht auch eine Verarbeitung auf einem höheren Temperaturniveau. Das verbessert die Produktivität und verringert die Kosten."

"Das gesättigte Polymergerüst verleiht diesem EPDM seine hervorragende Beständigkeit gegenüber Ozon, UV-Strahlung und Hitze. Schon seit langem besteht der Wunsch, diese Eigenschaften für dynamische Anwendungen zu nutzen. Erst jetzt mit Keltan 9565Q kann ein EPDM-Kautschuk vergleichbare Eigenschaften in puncto Belastbarkeit, Ermüdungsverhalten und Elastizität wie Naturkautschuk bei niedrigeren Temperaturen bieten", so van der Aar.

EPDM, das Lanxess unter dem Markennamen Keltan herstellt und vertreibt, wird unter anderem für Türdichtungen, Schläuche, Riemen oder Feder-Dämpferelemente verwendet. Das Produkt kommt auch in der Kunststoff-Modifikation, der Draht- und Kabelindustrie, Bauindustrie sowie bei der Produktion von Öl-Additiven zum Einsatz.

Weitere News im plasticker