18.11.2013

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Lanxess: Kresol-Produktion in Leverkusen erfolgreich ausgebaut

Lanxess hat die Erweiterung seiner Kresol-Produktion am Standort Leverkusen fertiggestellt und ein neu errichtetes Reaktionssystem sowie eine zweite, 46 Meter hohe Destillationskolonne in Betrieb genommen. Mit dem 20 Millionen Euro teuren Ausbau stehen demnach rund 20 Prozent zusätzliche Kapazität zur Verfügung. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre. Kresole werden unter anderem zur Herstellung von Harzen und Flammschutzmitteln eingesetzt.

"Diese Anlagenerweiterung ist ein erneut klares Bekenntnis von Lanxess zum Standort Deutschland beziehungsweise Nordrhein-Westfalen", sagt Werner Breuers, Vorstandsmitglied der Lanxess AG. "Wir erwarten bei Kresolen ein nachhaltiges Marktwachstum und haben unsere langfristige Planung darauf ausgerichtet."

Höherwertige Produkte, verbesserte Energienutzung
"Die neuen Anlagenelemente helfen bei der Herstellung von noch reineren Kresolen für unsere Kunden", erläutert Hubert Fink, Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates, zu dem der Kresol-Betrieb gehört. "Zudem sind sie derart konzipiert, dass bei der Produktion freiwerdende Energie in Form von Dampf in den Herstellungsprozess zurückgeführt wird. Unser Kresol-Betrieb belegt damit einmal mehr das kontinuierliche Engagement von Lanxess, Produktionsprozesse möglichst umweltschonend zu gestalten und Energiekosten zu reduzieren."

Aromatenverbund weiter gestärkt
Der Ausbau des Kresol-Betriebs ist Bestandteil einer langfristig angelegten Anlagen-Strategie des Lanxess-Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates. "Um unsere Weltmarktposition in Zukunft erfolgreich ausbauen zu können, ist weiterhin eine stetige Steigerung der Produktivität notwendig", sagt Hubert Fink. "Deshalb beabsichtigen wir, auch die Kapazitäten anderer hochwertiger Zwischenprodukte zu erhöhen, um das Wachstum unserer Kunden zu begleiten und deren Wunsch nach Liefersicherheit noch besser zu entsprechen." Lanxess hatte bereits in einem ersten Ausbauschritt, der 2010 abgeschlossen wurde, rund 35 Millionen Euro in den so genannten Aromatenverbund investiert und die Kapazitäten um bis zu 60 Prozent erhöht.

Aromatenverbund: Anlagennetzwerk mit mehr als 50 Produkten
Der Aromatenverbund von Lanxess, zu dem auch der Leverkusener Kresol-Betrieb gehört, ist eine Verbundstruktur aus insgesamt sieben Großbetrieben - größtenteils am Standort Leverkusen - mit weiteren Veredlungsstufen in Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Brunsbüttel. Ausgangsbasis des Aromatenverbundes sind die petrochemischen Rohstoffe Benzol und Toluol, die durch verschiedene chemische Reaktionsschritte zu einer Vielzahl von Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Diese mehr als 50 Produkte spielen in allen Bereichen des täglichen Lebens eine große Rolle. So werden sie als wesentliche Ausgangsstoffe unter anderem für Wirkstoffe von Pflanzenschutz- und Arzneimitteln, Parfüm- und Aromastoffen, für Polymere, Papierchemikalien, Farben und Lacke sowie für Pigmente auf der ganzen Welt eingesetzt.

In der Struktur des Aromatenverbundes arbeiten rund 500 Lanxess-Mitarbeiter, die jährlich fast 300.000 Tonnen Zwischenprodukte herstellen und weltweit vermarkten. Besonderer Vorteil dieses integrierten Anlagennetzwerkes: In Leverkusen sind alle Betriebe über Rohrleitungssysteme miteinander verbunden, was zu einer verbesserten Logistik und zu deutlichen Produktivitätsvorteilen gegenüber den Wettbewerbern führen soll. Die Betriebe in Dormagen, Krefeld und Brunsbüttel sind über Schienen- und Straßentransporte angebunden. Neben dem stofflichen Verbund spiele auch der Energieverbund eine große Rolle bei der Optimierung der eingesetzten Energien.

Die Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates gehört zum Lanxess-Segment Advanced Intermediates, das im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro erzielte.

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