30.07.2012

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Lanxess: Kunstststoffe im Zeichen der Ringe

Passend zum Start der Olympiade zeigt Lanxess, dass ohne Kunststoffe kaum ein sportlicher Erfolg oder gar Rekord möglich ist. Spezialchemie steckt in Bällen, Matten, Laufbahnen, Hallenböden, Schuhen und vielem mehr. Sie sorgt dafür, dass sich Athleten auf ihr Material verlassen können. Und sie macht Spitzenleistungen oft erst möglich.

Schritt für Schritt zum Erfolg
Die wichtigste Ausrüstung des Läufers sind seine Schuhe. Hier kommt heute ähnliche Technologie zum Tragen wie bei modernen Spritsparreifen: Silica-Technologie, die Reifen griffig und besonders sparsam macht, sorgt auch für guten Grip auf nassen Laufstrecken. Das Material mit namen Krynac habe sich als besonders langlebig und flexibel erwiesen. Gerade Ausdauerläufer brauchen zudem besondere Dämpfung. Als Puffer zwischen Fuß und Untergrund dienen Zwischensohlen aus Kautschuk. Der Ethylenvinylacetat-Kautschuk Levapren (kurz EVM) hat federnde und stabilisierende Wirkung.

Heiße Reifen
Wer auf zwei, drei oder vier gummibereiften Rädern in Richtung Siegertreppchen unterwegs ist, verlässt sich erst recht auf Kunststofftechnologie. Das gilt für Bahnradfahrer, Mountainbiker, Triathleten und BMX-Fahrer genauso, wie für die rollstuhlfahrenden Athleten der Paralympischen Spiele, egal ob beim Fechten, Basketball, Rugby, Tennis oder der Leichtathletik. Wie bei den Laufschuhen werden auch hier Anleihen bei Autoreifen gemacht. Die Hightech-Mäntel der Rollstuhlräder etwa hinterlassen laut Anbieter dank Kieselsäure (Silica) statt Ruß in der Materialmischung keine Streifen auf dem Hallenboden, sind besonders abriebfest, bieten guten Grip auch bei Nässe und verringern den Rollwiderstand.

Immer am Ball
Von den rund 60 olympischen und paralympischen Disziplinen drehen sich etwa ein Drittel um einen Ball: Vom Beachvolleyball übers Tennis und Rollstuhlrugby bis zum Wasserball - selbst die Rhythmische Sportgymnastik kommt nicht ohne Ball aus. Butylkautschuk (BTR) ist das Material der Wahl für die Luftblase in allerlei Bällen. Der Synthesekautschuk ist besonders undurchlässig für Feuchtigkeit und Luft. Er findet sich deshalb etwa in Autoreifen, Fahrradschläuchen und eben Bällen, wenn es darum geht, Feuchtigkeit draußen und die Luft drinnen zu halten.

Farbenfrohes auf den Rängen
Nicht zuletzt die Begeisterung der Zuschauer macht die Atmosphäre der Spiele aus. Wer im Stadion Platz nimmt, sitzt auf Kunststoff. Durethan heißen die Polyamide, die für die Herstellung von Stadionsitzen verwendet werden. Bis zu 600 Kilo muss ein solcher Sitz beim Fanjubel standhalten. Aber auch Hagel, Eis, Regen, Schnee und Dauersonne soll das Material trotzen. Dank der Kombination von Produkten wie Macrolex, Levagard und Disflamoll seien sie besonders farbenfroh und so gut wie nicht entflammbar.

Auf die Plätze...
Egal ob Tennis, Fußball oder Hockey - auf schlechten Plätzen ist kein Spitzensport zu haben. Gut, wenn es dank Kunstrasen und modernen Hartplatzbelägen keine Überraschungen mehr gibt. Seit Ende der 1980er Jahre wird zum Beispiel Feldhockey professionell ausschließlich auf Kunstrasen gespielt. Die besonders ebene Spielfeldfläche erlaubt ein schnelleres Spiel und bessere Ballkontrolle. Für die künstlichen Grashalme haben sich Polymere wie Polypropylen bewährt. Damit deren Grün auch bei Sonne und Regen grün bleibt, setzen viele Hersteller auf die anorganischen Pigmente der Marke Bayplast. In manche Kunstrasenplätze wird zudem ein Granulat aus Keltan eingearbeitet. Der Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPDM) macht den Untergrund weicher und verringert die Verletzungsgefahr.

Weiche Landung
Die Gesundheit der Athleten schützen auch die unzähligen Matten, die von der Leichtathletik über das Geräteturnen bis hin zu den Kampfsportarten zum Einsatz kommen. Hier sind es oftmals EPDM-Kautschuke oder die Ethylenvinylacetat-Kautschuke der Marke Levapren im Einsatz, mit denen die Sportler vor allzu hartem Bodenkontakt geschützt werden. Während EPDM-Kautschuke zusammen mit anderen Kunststoffen auch in Wettkampflaufbahnen eingesetzt werden, kommt Levapren zudem in Hallenböden zum Einsatz, wo es mit Rutschfestigkeit und Flammschutz für doppelte Sicherheit sorgt.