22/03/2013

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Lanxess: Starke Ergebnisse für 2012 - Kennzahlen verbessert

Lanxess bestätigte die am 7. März veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen. Der Konzernumsatz wuchs demnach im Geschäftsjahr 2012 um 4 Prozent auf 9,094 Milliarden Euro. Ausschlaggebend seien beispielsweise die Konzentration auf Wachstumsmärkte, eine solide Nachfrage nach Agrochemikalien, erfreuliche Beiträge aus Akquisitionen sowie die Preis-vor-Menge-Strategiegewesen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 7 Prozent auf 1,225 Milliarden Euro nach 1,146 Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 13,5 Prozent nach 13,1 Prozent im Jahr zuvor. Das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um jeweils 2 Prozent auf 514 Millionen Euro beziehungsweise 6,18 Euro. Der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 wird eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das bedeutet eine Steigerung um knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht einem Ausschüttungsvolumen von insgesamt rund 83 Millionen Euro. Etwa 115 Millionen Euro zahlt der Konzern als Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter aus. Für 2011 waren es rund 100 Millionen Euro.

Das Segment Performance Polymers brachte gegenüber dem starken Vorjahr eine Umsatzsteigerung um gut 2 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro und war weiterhin das umsatzstärkste Segment. Die mit der Auto- und Reifenindustrie verbundenen Business Units Butyl Rubber, Performance Butadiene Rubbers und Technical Rubber Products verzeichneten Mengeneinbußen. Demgegenüber wirkten Portfolioeffekte aus dem 2011 erworbenen Keltan-EPDM-Geschäft unterstützend. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments stieg um 6,4 Prozent auf 817 Millionen Euro.

Mit Produkten und Technologien für "Grüne Mobilität" erzielte Lanxess 2012 etwa 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Das sind 17 Prozent des Gesamtumsatzes. Bis 2015 soll dieses Geschäft rund 2,7 Milliarden Euro Volumen erreichen.

Solide Finanzlage
Stolz zeigte sich die Unternehmensleitung zur Bilanz-Pressekonferenz hinsichtlich der Finanzlage des Konzerns: "Die gute Geschäftsentwicklung führte zu einem starken operativen Cashflow und einer soliden Bilanz. Die Auszahlungen für Investitionen wuchsen auf 696 Millionen Euro nach 679 Millionen Euro im Vorjahr. Der operative Cashflow entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 deutlich positiv. Trotz der Zunahme des Working Capital verbesserte sich diese Kennziffer auf 838 Millionen Euro gegenüber 672 Euro. Die Nettofinanzverschuldung sank im Jahresvergleich trotz Akquisitionen und gestiegener Investitionstätigkeit um 32 Millionen auf 1,483 Milliarden Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr plant Lanxess Investitionen von 650 bis 700 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen 2013 um gut 10 Prozent steigen.

Der Umzug der Konzernzentrale nach Köln liege voll im Plan. Rund 1.000 Mitarbeiter sollen in das neue Gebäude am Rhein-Ufer mit rund 36.000 Quadratmetern Fläche einziehen. Für den 3. September 2013 ist die Einweihung geplant.

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