19.04.2013

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Lanxess: Zentrum für Anwendungsentwicklung für die asiatische Kunststoff-Industrie eröffnet

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat im Hongkong Science & Technology Park ein neues Asia-Pacific Application Development Center für seine Hightech-Kunststoffe eröffnet. Betrieben wird es von der Business Unit High Performance Materials (HPM) und soll umfassende und hochwertige Serviceleistungen bieten - vom Support bei der Konzeptentwicklung über computergestützte Konstruktionsprozesse (CAD, CAE) sowie Hilfe bei der Werkzeugauslegung bis hin zur Prüfung von Teilen für die Automobilindustrie und andere Segmente.

Das Asia-Pacific Application Development Center soll das technologische Drehkreuz für Kunden in der Region Asien-Pazifik und in Indien werden. Es biete Kunden umfassende technische Dienstleistungen in allen Stadien der Anwendungsentwicklung - für Spritzguss- und Blasformteile ebenso wie für Anwendungen im Bereich Verbundplatten. Der technische Support erstreckt sich dabei von ersten Machbarkeitsstudien bis hin zu hochspezialisierten Tests.

"Das neue Zentrum für Anwendungsentwicklung wird unsere Kunden und Partner in der Industrie bei der Teileentwicklung und der erfolgreichen Markteinführung neuer Anwendungen und Kunststoffteile unterstützen. Mit hochwertigen Simulationsprogrammen sind wir in der Lage, innovative Lösungen zur Kostensenkung, für den Umweltschutz, für Energieeinsparungen und für einen kürzeren Time-to-Market-Prozess zu liefern", sagte Thomas Babl, Leiter Technical Marketing & Engineer Services bei High Performance Materials APAC.

"Als Ergänzung zum bestehenden Forschungs- und Entwicklungs-Testzentrum in Wuxi in der Provinz Jiangsu wird sich das Asia-Pacific Application Development Center in Hongkong auf externe Kooperationen und Kundenwünsche konzentrieren", sagte Christof Krogmann, Leiter für die Region APAC bei der Business Unit High Performance Materials. "Im Hongkong Science & Technology Park haben sich über 300 Hightech-Unternehmen aller Größen sowie akademische Einrichtungen angesiedelt. Das wird uns weitere Chancen für die Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich eröffnen."

Das Asia-Pacific Application Development Center soll auch die Möglichkeiten von LANXESS verbessern, dem Megatrend "Grüne Mobilität" Rechnung zu tragen, indem es Prüfdienstleistungen für Kunststoffanwendungen in der Automobilindustrie bereitstellt - wie etwa für Anwendungen unter der Motorhaube, beim Chassis, bei Motoren und Ölwannen.

"Hochleistungskunststoffe spielen beim Megatrend "Grüne Mobilität" eine entscheidende Rolle. Denn als Leichtbau-Alternative zu Metallen verringern sie das Gewicht des Automobils und tragen zur Senkung des Kraftstoffverbrauches bei. Mit unserem Technologie-Know-how bei Leichtbau-Lösungen und unseren Hochleistungsprodukten Pocan und Durethan setzen wir uns dafür ein, die Automobilindustrie in eine grünere Zukunft zu führen", ergänzte Christof Krogmann.

In Anbetracht der steigenden Nachfrage nach den Produkten des Geschäftsbereichs HPM, die aus dem Trend zum Leichtbau in der Fahrzeugindustrie resultiert, habe LANXESS frühzeitig in den Ausbau seiner Kapazitäten in der Region Asien-Pazifik investiert. In Wuxi in China hat LANXESS 2011 die Erweiterung der Produktionsanlage für Hightech-Kunststoffe abgeschlossen. Damit konnte die Produktion um rund 20.000 Tonnen pro Jahr auf insgesamt etwa 60.000 Tonnen jährlich gesteigert werden. Im Jahr 2012 eröffnete das Unternehmen im indischen Jhagadia eine neue Compoundieranlage, zunächst mit einer Kapazität von 20.000 Tonnen pro Jahr. Beide Anlagen beliefern die gesamte Region Asien-Pazifik mit Durethan und Pocan.

Die Business Unit High Performance Materials gehört zum LANXESS Segment Performance Polymers, das im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro erzielte.

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