01.06.2012

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Lanxess baut neue Produktionsanlage für Polyamide in Belgien

Die neue Anlage entsteht in unmittelbarer Nähe zur Caprolactam-Anlage, die Lanxess in Antwerpen betreibt. Caprolactam ist das zentrale Vorprodukt für die Kunststoff-Herstellung bei Lanxess. "Durch diesen neuen Anlagenverbund können wir künftig von Antwerpen aus unser globales Netzwerk von Compoundier-Betrieben mit Polyamid-Kunststoffen bedienen. Damit wird Antwerpen mehr denn je das Herzstück unseres weltweiten Geschäfts", sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) bei Lanxess. Die gesamte Menge der bei Lanxess in Antwerpen hergestellten Kunststoffe wird im weltweiten Netzwerk von Compoundieranlagen des Unternehmens zu den finalen Produkten der Marke Durethan weiterverarbeitet. Dabei werden die Kunststoffe u. a. mit Glasfasern verstärkt, um deren Eigenschaften weiter zu verbessern und an kundenspezifische Anforderungen anzupassen. Die dazu benötigten Glasfasern werden ebenfalls in einer Lanxess-Anlage in Antwerpen produziert. Die Automobilindustrie ist der größte Kunde für den Geschäftsbereich HPM. Die Werkstoffe von Lanxess ermöglichen die Konstruktion leichterer Kunststoffteile, die Metallteile in Kraftfahrzeugen ersetzen und so zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen. Die Kunststoffe werden bspw. in Motoranwendungen, Türstrukturen, Pedalen, Frontends und Cockpitquerträgern eingesetzt. Darüber hinaus bringen die Materialien den Autoherstellern und Zulieferern erhebliche Einsparungen bei der Produktion und einfachere Montage. Ein weiteres Anwendungsfeld sind die Produkte der Elektro- und Elektronikindustrie. Weitere neue Anlagen entstehen derzeit in Gastonia, USA, sowie im brasilianischen Porto Feliz. Im Januar 2012 hat der Konzern bereits eine neue Produktionsanlage im indischen Jhagadia in Betrieb genommen sowie in den vergangenen Monaten die Kapazität seiner bestehenden Anlage im deutschen Hamm-Uentrop verdoppelt. Im Jahr 2011 hatte Lanxess die Erweiterung der Produktion von Caprolactam in Antwerpen abgeschlossen. Durch die Erweiterung ist die jährliche Produktionskapazität für Caprolactam von 200 000 t um 10 % gestiegen. Auch in sein Glasfaserwerk im Antwerpener Hafen investiert das Unternehmen. Derzeit wird dort ein Schmelzofen erneuert, der zweite folgt im Frühjahr 2013. Die jährliche Produktionskapazität für Glasfasern von aktuell rd. 60 000 t wird um 10 % erweitert. Insgesamt hat Lanxess nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Monaten 185 Mio. EUR in sein weltweites Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe investiert. Davon allein 125 Mio. EUR in seine Werke in Antwerpen, einschließlich der neuen Kunststoffanlage.

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