03.04.2013

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Lanxess legt gute Ergebnisse für 2012 vor

Im Gesamtjahr 2012 zeigte sich die Region Asien/Pazifik wieder als stabilisierender Faktor. Der Umsatz wuchs um knapp 10 % auf rd. 2,2 Mrd. EUR. In Greater China (Hongkong, China, Taiwan) wurde erstmals die Umsatzschwelle von 1 Mrd. EUR überschritten. Die Region Nordamerika legte ebenfalls stark zu. Der Umsatz wuchs um über 10 % auf rd. 1,6 Mrd. EUR. Den höchsten regionalen Umsatz erzielte Lanxess bei einem leichten Rückgang von knapp 1 % mit rd. 2,5 Mrd. EUR weiterhin in der Region EMEA (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika). In Deutschland verbesserte sich der Umsatz leicht auf rd. 1,6 Mrd. EUR. In den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf fast 2,2 Mrd. EUR. Das Segment Performance Polymers zeigte gegenüber dem starken Vorjahr mit einer Umsatzsteigerung um gut 2 % auf rd. 5,2 Mrd. EUR eine solide Entwicklung und war weiterhin das umsatzstärkste Segment. Die mit der Auto- und Reifenindustrie verbundenen Business Units Butyl Rubber, Performance Butadiene Rubbers und Technical Rubber Products verzeichneten Mengeneinbußen. Demgegenüber wirkten Portfolioeffekte aus dem 2011 erworbenen Keltan-EPDM-Geschäft unterstützend. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments stieg um 6,4 % auf 817 Mio. EUR.Das Segment Performance Chemicals verbesserte den Umsatz 2012 um gut 3 % auf rd. 2,2 Mrd. EUR. In den Business Units Rubber Chemicals und Rhein Chemie, die mit Kunden aus automobilnahen Branchen einen bedeutenden Umsatzanteil erzielen, gingen die Absatzmengen zurück. Positive Effekte ergaben sich aus den Zukäufen der Business Units Material Protection Products, Functional Chemicals sowie Rhein Chemie. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments sank vor allem aufgrund gestiegener Energie- und Fertigungskosten um knapp 3 % auf 281 Mio. EUR. Die Rhein Chemie konnte ihren weltweiten Umsatz im Geschäftsjahr 2012 auf 344 Mio. EUR steigern und lag damit leicht über Vorjahresniveau (332 Mio. EUR). 153 Mio. EUR, also knapp die Hälfte des Umsatzes erzielte Rhein Chemie in Europa. Das stärkste Wachstum verzeichnete das Unternehmen in der Region Americas. Dort wuchs der Umsatz um 25 % auf 95 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Region Asia/Pacific legte im gleichen Zeitraum um 3 % auf 96 Mio. EUR zu.Mit Produkten und Technologien für "Grüne Mobilität" erzielte Lanxess 2012 einen Umsatz von etwa 1,6 Mrd. EUR. Das  sind 17 % des Gesamtumsatzes. Bis zum Jahr 2015 soll dieses Geschäft ein Volumen von rd. 2,7 Mrd. EUR erreichen.Die niedrige Nachfrage, die sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 abzeichnete, setzte sich entgegen der typischen Saisonalität auch im neuen Geschäftsjahr in den meisten Geschäftsfeldern von Lanxess fort. Angesichts der aktuell geringen Nachfrage aus der Reifen- und Automobilbranche in Europa erwartet Lanxess für das erste Quartal 2013 ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigeres EBITDA vor Sondereinflüssen von 160 bis 180 Mio. EUR. Dabei sind 20 Mio. EUR Anlaufkosten für das neue Butylwerk in Singapur berücksichtigt. Im Vorjahreszeitraum hatte Lanxess ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 369 Mio. EUR und damit das stärkste Quartal seiner Geschichte erzielt.Auf Basis des schwachen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal erwartet Lanxess derzeit nicht, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen des Geschäftsjahres 2013 die Bestmarke des Vorjahres erreichen wird. Eine Präzisierung des Ausblicks für das laufende Geschäftsjahr wird Lanxess traditionell mit dem Bericht zum ersten Quartal am 8. Mai 2013 vornehmen.Im aktuell unverändert volatilen Umfeld setzt der Konzern weiter auf Kostendisziplin und das bewährte flexible Anlagenmanagement. Lanxess erwartet, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr 2013 an Dynamik gewinnt, so dass sich das Geschäftsjahr 2013 zu einem weiteren guten Jahr entwickeln kann. Der Konzern hält an seinen mittelfristigen EBITDA-Zielen von 1,4 Mrd. EUR in 2014 und 1,8 Mrd. EUR in 2018 fest.Im laufenden Geschäftsjahr plant Lanxess erneut Investitionen von rd. 650 bis 700 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen 2013 um gut 10 % steigen, nach 192 Mio. EUR im Vorjahr. In allen drei Segmenten werden zudem neue Kapazitäten, die im Jahresverlauf in Betrieb gehen, zum Wachstum beitragen, so heißt es.

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