18.06.2014

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Lanxess startet neue Baypren-Produktionsstraße in Dormagen

[image_0]Heute nahm Lanxess Vorstandsmitglied Werner Breuers die neu errichtete Fertigungsstraße zusammen mit Jan Paul de Vries, dem Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Elastomers, offiziell in Betrieb. Beim "Ribbon Cut" wurden sie tatkräftig unterstützt von Stefan Rittmann, dem Leiter der Business Unit Chloropren-Kautschuk und Betriebsleiter Ralf Tappe. In der neuen Fertigung wurde erstmalig die neue, von Lanxess entwickelte Dry Finishing-Produktionstechnologie implementiert. Sie bringt gleich zwei bedeutende Vorteile mit sich. Zum einem erlaubt sie eine ressourcenschonendere Produktion und zum anderen die Herstellung ganz neuer Baypren Typen mit wesentlich verbesserten Eigenschaften. "Diese Investition ist ein weiterer Beleg für unser führendes Know-how auf dem Gebiet der synthetischen Hochleistungskautschuke", sagte Breuers. "Mit dem Ausbau des Baypren-Betriebs geben wir neue Impulse in den Markt und zeigen unseren Kunden, dass wir ein starker Partner sind. Gleichzeitig unterstreicht die neue Fertigungsstraße einmal mehr die enorme Innovationskraft und den Forschergeist unserer Mitarbeiter." In seiner Ansprache führte Breuers auch aus, dass aufgrund steigender Energie- und Rohstoffpreise die Kostenstruktur des Unternehmens nicht mehr so wettbewerbsfähig sei wie früher. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Politik, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte zu fördern.[image_1_right]Neue Produktionstechnologie Die Dry Finishing-Technologie ermöglicht es, die Anzahl der Produktionsschritte zu reduzieren und den Kautschuk ressourcenschonender herzustellen. Herzstück der Anlage ist ein spezieller Extruder, in dem die die Entwässerung erfolgt. In der Folge wird deutlich weniger Wasser benötigt und folglich auch weniger Abwasser produziert. Es wird auch kein Ammoniak als Kühlmittel verwendet. Zudem entfällt der Einsatz von Erdgas zur Trocknung des Materials. Dadurch entsteht weniger Abluft. Neue Möglichkeiten für Kautschukverarbeiter durch verbesserte Typen Die neue Anlage ermöglicht, wie Jan Paul de Vries ausführte, die Produktion neuer Typen mit deutlichen Verbesserungen in bestimmten Kerneigenschaften, die damit die Anwendungsmöglichkeiten für Chloroprenkautschuk erweitern. Mit Baypren High Performance hat Lanxess nun neue Grades im Portfolio, deren Fließfähigkeit wesentlich verbessert wurde. Diese HP-Grades eröffnen deshalb dem Verarbeiter den Weg zu höheren Durchsätzen, niedrigerer Spritzquellung und geringerem Energieaufwand für die Extrusion. Bislang sind vier Typen verfügbar, weitere sind in der Entwicklung. Die Baypren Green Finishing-Typen hingegen glänzen mit einer optimierten Vernetzungscharakteristik mit MTT als Alternative zur Vernetzung mit ETU sowie einstellbaren Vernetzungsmöglichkeiten. Dies ist insbesondere bei schnell vernetzenden Teilen wie bspw. in der Kabelherstellung von Vorteil.Baypren Kautschuke zeichnen sich durch ihre Witterungs-, Öl- und Hitzebeständigkeit sowie durch ihre Gasunlässigkeit aus. Sie werden deshalb u.a. im Automobilsektor für die Herstellung von Scheibenwischern, Schläuchen, Riemen, Dichtungen, Isolierschäumen und Luftfedern geschätzt. In Schwimmkörpern von Schlauchbooten sorgen sie dafür, dass keine Luft entweicht; Wassersportler schützen sich gern mit Anzügen aus Baypren vor Kälte. 

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