04.11.2013

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Leistritz: Premiere - Neuer Konzeptextruder ZSE 50 XX

Auf der K 2013 hat Leistritz den neuen Konzeptextruder ZSE 50 XX mit einer Drehmomentdichte von 20 Nm/cm³ und intelligentem Schneckensystem vorgestellt.

Bereits zur K 2007 wurde das spezifische Drehmoment der Leistritz ZSE MAX-Extruder auf 15 Nm/cm³ angehoben - das galt damals als ein Topwert für gleichläufige Doppelschnecken. Das Unternehmen meldet nun nach Jahren der Entwicklung die Steigerung auf 20 Nm/cm³.

"Erstmals wurde auf einem gleichläufigen Doppelschneckenextruder diese Schallgrenze erreicht", berichtet Sven Wolf, Geschäftsführer der Leistritz Extrusionstechnik GmbH, stolz. "Damit ist das Prozessfenster wiederum weiter geöffnet und letztendlich noch höhere Durchsätze möglich."

Realisiert wird dieser Wert nach Anbieterangaben mit Hilfe von Kompaktschnecken, die entsprechend hohe Drehmomente übertragen können. Ganz besonders interessant sei dieses Schneckensystem durch das smartXX-Feature - einer Schneckenerkennung via RFID-Chip (radio-frequency identification), der die volle Leistung der Antriebseinheit aktiviere. Die Extrudersteuerung sendet demnach an den Frequenzumrichter und die pneumatische Sicherheitskupplung zwischen Motor und Getriebe die entsprechenden Einstellungen. Die Möglichkeiten der neuen smartXX Schneckenerkennung gehen aber demzufolge noch wesentlich weiter, denn der RFID-Chip kann durch den Schreib-/Lesekopf in der Getriebelaterne auch Daten speichern. So seien beispielsweise Betriebsstundenerfassung, Formulierungszuordnung und Speicherung der Fahrdaten möglich. Um die hohen Drehmomente auch nachvollziehen zu können, wurde eine neuartige Online-Drehmomentmessung eingebaut. Diese verwendet gezielt magnetisierte Muffenkupplungen und spezielle Messsonden in der Getriebelaterne.

Seitenbeschickung mit modularem Schneckensystem
Die Seitenbeschickung LSB 52 wurde mit einem modularen Schneckensystem ähnlich dem Extruder ausgestattet, das optional mit einer Innenkühlung betrieben werden kann. Die Adaption des Aggregats an den Extruder wird mit Zugankern realisiert, die von hinten durch das Getriebe geführt werden, ohne im heißen und engen Bereich des Verfahrensteils agieren zu müssen.

Bei der Seitenentgasung LSE 52 wird die gleiche Antriebseinheit verwendet. Der Zylinder ist mit Heizpatronen beheizbar und vom Rest des Gerätes durch Isolatorplatten thermisch getrennt. Hohe Dichtigkeit durch neuartige Schaftabdichtungen ermöglicht den Anbieterangaben zufolge ein intensives Vakuum und damit effiziente Entgasung der Schmelze.

Auf der Messe zeigte der Extruderspezialist zwar einen Konzeptextruder. Die Ideen, die hier eingeflossen sind, sollen aber bereits in sehr naher Zukunft auf den Markt kommen.

Weitere Informationen: www.leistritz-extrusion.com

K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf

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