16/07/2013

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V.

Leitfähige Textilien für Sensoranwendungen

Sensorisches Textil für die Leckage-Detektion in Rohrleitungen  (a), Tankanlagen (b, c) und im Bauwesen (d, e)

Elektrisch leitfähige Komposite aus Polymeren und Kohlenstoffnanoröhren (carbon nanotubes, CNTs) können zur Detektion von Umwelteinflüssen angewendet werden, da das im Material ausgebildete Netzwerk aus CNTs über Änderungen der Struktur der Polymermatrix auf Temperaturänderungen, mechanischen Deformationen oder Kontakt mit Dämpfen bzw. Lösungsmitteln mit messbaren Änderungen der elektrischen Leitfähigkeit reagiert. Wissenschaftlern am IPF um Frau Dr. Petra Pötschke gelang es, mittels herkömmlicher Schmelzeverarbeitung auf Extrudern elektrisch leitfähige Polymer-CNT-Komposite zu erzeugen die zu Fasern versponnen werden konnten. Derartige Fasern lassen sich beispielsweise in großflächige Textilstrukturen einarbeiten. Solche Sensortextilien können z. B. im Bauwesen dort eingesetzt werden, wo Leckagen sehr frühzeitig erkannt werden müssen, um teure Folgeschäden zu vermeiden. Da die Überwachungsfunktion direkt im Material integriert und jederzeit aktiv ist, könnten Defekte auch an unzugänglichen Stellen, z.B. bei unter der Erde verlegten Rohrleitungen, ortsaufgelöst und zeitnah detektiert werden.