01/06/2015

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MAI Carbon: Strategieworkshop erarbeitet Zukunft des Spitzenclusters

Zusammen mit ihren Partnern haben die Verantwortlichen des Spitzenclusters MAI Carbon im Rahmen eines Workshops an der zukünftigen Strategie gearbeitet. Die staatliche Förderung für das Projekt von Carbon Composites e.V. läuft zwar 2017 aus, die fruchtbare Arbeit soll aber weitergehen.

Wie, das war Thema des Workshops, zu dem MAI Carbon seine insgesamt knapp 100 Partner nach Augsburg eingeladen hatte. Die Partner gehen davon aus, dass kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe ihren Anteil am Materialmix der Zukunft haben werden. Deshalb sollen neben den bereits bestehenden Branchen Luft- und Raumfahrt und Automotive der Maschinenbau, der Gütertransport, Consumer Goods und Medizintechnik adressiert werden.

Auch die Internationalisierung soll über MAI Carbon für die CFK-Branche weiter ausgebaut werden. Die Partner versprechen sich davon zum einen den Einzug in neue Märkte, zum anderen die Möglichkeit, global Geschäftspartner zu finden, die es in der Region München, Augsburg, Ingolstadt nicht gibt. Darüber hinaus soll auch die Öffentlichkeitsarbeit für die CFK-Branche intensiviert werden.

Über MAI Carbon
An der Spitzenclusterinitiative MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (CCeV) beteiligen sich Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen aus der Region München-Augsburg-Ingolstadt. Gründungspartner von MAI Carbon sind die Unternehmen Audi, BMW, Premium Aerotec, Airbus Helicopters, Voith und die SGL Group, sowie die IHK Schwaben, der Lehrstuhl für Carbon Composites (LCC) der TU München und der CCeV. Die beteiligten Partner agieren auf dem Technologiefeld Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe, und hier insbesondere auf dem Gebiet der carbonfaserverstärkten Kunststoffe (CFK). Der Schwerpunkt liegt auf den Anwenderbranchen Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.

Hauptanliegen von MAI Carbon ist es, den Werkstoff Carbon für die Serienreife fit zu machen sowie die Region München-Augsburg-Ingolstadt zu einem europäischen Kompetenzzentrum für CFK-Leichtbau auszubauen, das die gesamte Wertschöpfungskette der CFK-Technologie abdeckt und den vertretenen Partnern in der Schlüsseltechnologie CFK zu einer Weltmarkt-Spitzenposition verhilft. Dadurch können bis zu 5.000 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

Über den CCeV
Carbon Composites e.V. (CCeV) ist ein Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, der die gesamte Wertschöpfungskette der Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe abdeckt. CCeV vernetzt Forschung und Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

CCeV versteht sich als Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundwerkstoffen. Die Aktivitäten von CCeV sind auf die Produktgruppe "Marktfähige Hochleistungs-Faserverbundstrukturen" ausgerichtet. Schwerpunkte liegen auf Faserverbundstrukturen mit Kunststoffmatrices, wie sie aus vielen Anwendungen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind, sowie auf Faserverbundstrukturen mit Keramikmatrices mit ihren höheren Temperatur- und Verschleißbeständigkeiten.

CCeV wurde 2007 gegründet und umfasst derzeit (September 2014) 254 Mitglieder, darunter 51 Forschungseinrichtungen, 44 Großunternehmen, 126 kleine und mittlere Unternehmen, 27 assoziierte Mitglieder sowie sechs unterstützende Organisationen. Sitz des Vereins ist Augsburg.

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