20.06.2011

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Maag: EPDM-Folien entwickeln - Neue Pumpe für Laboranwendungen

Die Optimierungen an EPDM-Folien gehen nach wie vor weiter, um beispielsweise die Dichtigkeit bei Anwendungen im Bausektor über eine längere Lebensdauer garantieren zu können. Neue Mischungen werden üblicherweise im Labormaßstab entwickelt. Dafür stellt Maag eine neue Zahnradpumpe vor.

Seit 1960 werden aus EPDM (Etylen-Propylen-Dien-Kautschuk, ein terpolymeres Elastomer, das zu den Copolymeren gehört) Dichtungsbahnen für den Bausektor extrudiert. Zum Einsatz kommen diese Dichtungsbahnen vorwiegend bei der Abdichtung von Flachdächern, hinterlüfteten Fassaden und im Teichbau. Sie sind auch bei extremen Temperaturschwankungen zwischen -40 bis 120 °C bis zu 500 % dehnbar und dauerhaft elastisch. Daneben entstehen aus diesen Werkstoffen Dichtungen wie O-Ringe, Gleitringdichtungen und Flachdichtungen, Schläuche für Heißwasser und Dampf-Anwendungen, Absorbermatten und andere anspruchsvolle Produkte.

Die Eigenschaften des Werkstoffs lassen sich mit Hilfe verschiedener Parameter in weiten Bereichen einstellen. In Kleinanlagen lassen sich neue Verfahren und Rezepturen testen. Für derartige Laborlösungen eignen sich laut Hersteller Maag besonders Industriepumpen aus Edelstahl mit einer speziellen, weit geöffneten Einlaufgeometrie wie die V-Pumpe Therminox-V der Baugrösse 28/28 in beheizter Ausführung. Sie ermögliche das Austragen von hochviskosen Flüssigkeiten wie Prepolymeren (bis 4 Mio. mPa/s) unter Vakuum. Die Pumpe wird direkt mit einem saugseitigen Flansch an den Reaktor geflanscht. Die Versuchsanlagen müssen Verfahrenstemperaturen von 150 °C, Viskositäten bis 1,7 Mio. mPa/s bei einem NPSH von 5,5 mbar, 5,2 bar Einlauf- und 10,2 bar Auslaufdruck bewältigen. In einer kundenspezifischen Anwendung wurden Wellen aus Edelstahl 1.4112 und Lager aus Bronze-Aluminium eingesetzt. Als Dichtung wurde eine sperrbare, gefederte und drosselbare Stopfbuchsenpackung gewählt, die den Ausschluss atmosphärischer Einflüsse gewährleistet.