09/05/2013

Hochschule Emden/Leer

Maschinenbau in kleinen und mittelständischen Unternehmen

„Afrika als Absatzmarkt spielt für mittelständische Unternehmen im Gegensatz zu den Global Playern kaum eine Rolle. Ost-Europa, Südamerika, Indien und zu einem kleineren Teil immer noch China sind für die Mittelständler der Auslandsmarkt mit dem größten Potenzial“, sagt Prof. Dr. Olaf Passenheim von der Hochschule Emden/Leer, der knapp 200 mittelständische Maschinenbauer zu deren Trenderwartungen befragte. Und: „Für mittelständische Maschinenbauunternehmen verliert der deutsche Absatzmarkt in den kommenden Jahren damit weiterhin an Bedeutung.“

Basierend auf dem Leitthema „Integrated Industry" der gerade zu Ende gegangenen führenden Industriemesse wurden mittelständische Unternehmen des deutschen Maschinenbau dazu befragt, wie sie den kapital- und ressourcenintensiven globalen Trends nach Internationalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und Urbanisierung folgen können.

Ein weiteres drängendes Thema ist demnach der Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen: „Das ist für knapp die Hälfte der Unternehmen immer noch von höchster Relevanz“, so Prof. Dr. Passenheim. Betroffen sind in diesem Bereich vor allem die mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 25 Mio. €; über 50 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, direkt vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Bei den größeren Unternehmen ist die Sorge um die Mitarbeiter nicht ganz so groß. Die Folgen sind jedoch vor allem für kleinere Unternehmen beträchtlich: Während fast zwei Drittel der Unternehmen nicht auf Investitionen verzichten wollen, begegnen sie dem Fachkräftemangel mit einer Verringerung der Auftragsannahme. „Das schließt den Kreis zu der Bewertung der Absatzmärkte der Zukunft“, so Prof. Dr. Passenheim, „das Interesse und die Wahrnehmung mögen vorhanden sein, es fehlt aber schlichtweg das Fachpersonal dazu, also konzentriert man sich auf Ost-Europa, das geografisch schneller zu erreichen ist und bereits gut ausgebildetes eigenes Personal bietet.“

Die „Trendstudie 2013 – Maschinenbau in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ untersucht die für das Wachstum von Unternehmen relevanten Bereiche Business Development, F&E, Einkauf, Marketing & Vertrieb, Personal und Nachfolgeregelung. Durchgeführt wurde die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Passenheim von der Hochschule Emden/Leer, gefördert durch die beiden auf die produzierende Industrie und deren Zulieferer spezialisierten Beratungsunternehmen Catadia Consulting GmbH, Krefeld, und Prospecting Partners GmbH, München.

Interessenten an der Studie können direkt mit dem Studienleiter, Prof. Dr. Olaf Passenheim, unter olaf.passenheim@hs-emden-leer.de Kontakt aufnehmen.

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