31.03.2014

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Masterflex: Schlauchspezialist mit 5,3 Prozent Umsatzwachstum

Die Masterflex SE blickt auf ein insgesamt zufrieden stellendes Geschäftsjahr zurück. "Fast alle unsere Ziele konnten wir erreichen", bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Bastin anlässlich der Präsentation des Konzern- und des Jahresabschlusses 2013. Das auf Hightech-Schläuche und Verbindungssysteme spezialisierte, börsennotierte Unternehmen erreichte letztes Jahr einen Umsatz von 57,9 Mio. Euro (Vorjahr 55,0 Mio. Euro). "Mit einer Wachstumsrate von 5,3 Prozent liegen wir deutlich über den allgemeinen Wachstumsraten in Europa", so Bastin.

Ein wenig zeitverzögert habe sich das Wachstum in der Profitabilität bemerkbar gemacht. Das Ergebnis des operativen Geschäfts belief sich auf 6,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies ein Rückgang von 19,1 Prozent dar. "Hierin spiegeln sich die Vorlaufkosten unserer Internationalisierung wider", so Bastin. "Diese Kosten - überwiegend für den Personalaufwand - konnten wir noch nicht voll durch zusätzlichen Umsatz kompensieren. Gleichwohl ist die Rentabilität unseres Geschäftsmodells mit einer Ebit-Marge von 10,6 Prozent selbst in Jahren der Expansion ordentlich. Kurzfristig ist es unerlässlich, diese Vorlaufkosten in Kauf zu nehmen. Denn langfristig wollen wir unser Geschäft international breiter aufstellen. Und nach Vollendung der ersten Stufe des Personalausbaus gilt es nun, alle Prozesse in einen eingeschwungenen Zustand zu bringen." Auch der operative Cash Flow von fast 8 Mio. Euro liegt demnach deutlich über dem des Jahres 2012.

In langfristiger Perspektive will das Unternehmen weltweit führend auf dem Markt für Spezialschläuche werden. Dazu habe die Masterflex Group im Jahr 2013 nicht nur eine Reihe von Innovationen wie den Master-PUR Performance(R), den DUOPART(R) oder einen Schutzschlauch für mobile Tanksysteme auf den Markt gebracht. Auch in die Internationalisierung des Konzerns sei kontinuierlich investiert worden. Nach dem erfolgreichen Start der vier letzten Standorte in Russland, Brasilien, Singapur und China gehe es nun vor allem darum, das breite Produktportfolio weltweit zu vertreiben.

Das Finanzergebnis ist im Jahr 2013 praktisch unverändert bei -1,6 Mio. Euro (Vorjahr -1,6 Mio. Euro) geblieben. Mit dem neu vereinbarten, bis 2018 laufenden Konsortialkredit konnten den Angaben zufolge nochmals günstigere Konditionen ausgehandelt werden; dem standen jedoch in 2013 aufgelaufene Aufwendungen für diesen Vertrag gegenüber.

Im Jahr 2013 seien keine nicht operativen Aufwendungen entstanden; im Vorjahr wurde hier insbesondere der einmalige Aufwand für den Rechtsformwandel in eine SE verbucht. Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich im Jahr 2013 auf 3,2 Mio. Euro (Vorjahr 4,9 Mio. Euro) und der Aufwand aus dem aufgegebenen Geschäft auf -0,1 Mio. Euro. Der Aufwand für Ertragsteuern stieg von 0,9 auf 1,4 Mio. Euro an; hierin spiegelt sich die angepasste Geschäftsplanung der nächsten fünf Jahre wider.

Der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn beträgt 2,9 Mio. Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich auf 0,32 Euro (Vorjahr 0,50 Euro). Für das Jahr 2013 wird die Masterflex Group keine Dividende ausschütten.

Der Vorstand hat bei der Aufstellung der Bilanz der Masterflex SE (nach HGB) beschlossen, 9,0 Mio. Euro der Kapitalrücklage zu entnehmen und mit dem nach Verrechnung des Jahresüberschusses 2013 verbliebenen Verlustvortrag von zuletzt 9,0 Mio. Euro zu verrechnen. Damit werde die Masterflex SE frühzeitiger von gesetzlichen Ausschüttungsrestriktionen befreit sein. An der Eigenkapitalausstattung habe sich mit diesem Beschluss nichts verändert. Zum Jahresende 2013 beträgt die Eigenkapitalquote im Konzern aufgrund der stabilen Gewinnlage 42,9 Prozent (Vorjahr 39,1 Prozent) und im HGB-Einzelabschluss 56,3 Prozent (Vorjahr 58,3 Prozent).

Perspektivisch erwartet die Masterflex Group für das Jahr 2014 wie die Folgejahre weiterhin eine überdurchschnittliche Dynamik im Geschäft mit Hightech-Schläuchen. Bastin: "Wir investieren in unser Wachstum, das auf der fortgesetzten Internationalisierung und Innovationen basiert. Aber auch Akquisitionen im Schlauchgeschäft sind denkbar. Unsere Perspektiven sind sehr vielsprechend, weil wir diesen wertorientierten, langfristig Erfolg versprechenden Weg gehen."

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