15.06.2010

Materialforschung: Partikelschaum aus Biokunststoffen

Schaumstoffe aus Kunststoff sind vielfältig einsetzbar, z.B. als stoßabsorbierende Verpackungen oder als Wärmedämmelemente. Forscher von Fraunhofer UMSICHT und der Universität Bochum haben in einem Forschungsprojekt einen Verfahrensweg erarbeitet, mit dem die Herstellung von Partikelschaumformteilen aus Biokunststoffen möglich ist und dies am Beispiel PBS praktisch umgesetzt. Details zum IGF-Forschungsvorhaben Nr. 15383 N unter: tiny.cc/42gqh.

In einem zweijährigen Gemeinschaftsforschungsprojekt haben das Fraunhofer-Institut UMSICHT, Oberhausen, und die Ruhr-Universität Bochum die Idee für ein neuartiges, zweistufiges Herstellverfahren für Partikelschäume aus Biokunststoffen untersucht.

In einer ersten Verfahrensstufe sollten treibmittelhaltige, möglichst kugelförmige Partikel aus einem Biokunststoff hergestellt werden. Vom Lehrstuhl für Feststoffverfahrenstechnik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) wurde dazu erstmalig das PGSS-Verfahren (Particles from Gas Saturated Solutions) zum Hochdruckversprühen von hochviskosen Polymeren eingesetzt. Die Arbeiten von Fraunhofer UMSICHT umfassten die Entwicklung von Biokunststoffrezepturen für das PGSS-Verfahren, den Aufbau eines Schäumversuchsstandes und die Untersuchung des Schäumverhaltens von Biokunststoffpartikeln.

Im Rahmen des Projektes konnte ein Verfahrensweg gezeigt werden, mit dem die Herstellung von Partikelschaumformteilen aus dem Biokunststoff Polybutylensuccinat (PBS) möglich ist und der sich auch auf weitere Biokunststoffe übertragen lässt.

Interessierte Unternehmen können sich für Applikationsentwicklungen mit den Forschungseinrichtungen in Verbindung setzen (Kontakt: Thomas Wodke).

Weitere Informationen:
www.umsicht.fraunhofer.de/publikationen/

Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

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