14.06.2012

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Materialise: Individuelle Gehäusefertigung dank Additive Manufacturing

Hohe Flexibilität in der Fertigung kleiner Serien: Dieses Ziel erreicht Nikon Metrology, Hersteller messtechnischer Geräte, durch Nutzung der Additive Manufacturing-Technologie. Das Gehäuse eines Handheld-Scanners produziert Materialise für diesen Kunden im Lasersintern.

Handgeführte Laserscanner setzt beispielsweise der Prototypenbau der Automobilindustrie ein, um die Abmessungen von Fahrzeugbauteilen mit den ursprünglichen CAD-Zeichnungen zu vergleichen. Auch beim Reverse Engineering, bei der Flächenrückführung vom Bauteil in CAD-Daten, bewähren sich diese Geräte.

Mit dem "K-Scan MMDx” hat Nikon Metrology eine Lösung entwickelt, die mit einer dynamischen Objektreferenzierung ausgestattet ist und die eine Bewegungskompensation der Messobjekte erlaubt. Es erfasst dreidimensionale Objekte mit einer Scan-Rate von 80.000 Punkten pro Sekunde. Derart spezialisierte Messgeräte werden nur in kleinen Serien hergestellt und die kontinuierliche Entwicklung verlangt immer wieder Modifikationen. Nikon Metrology nutzt das Lasersintern, um diese Verbesserungen in die Serienfertigung zu überführen, ohne viel Zeit und Geld in die Produktion neuer Werkzeuge zu investieren.

Die Form des Gehäuses wurde in laufender Serie schon mehrfach geändert, um neue Funktionen zu integrieren. Dabei entstanden laut Anbieter keine Zusatzkosten und kein Zeitverzug. Darüber hinaus erlaubt das Lasersintern das Erzeugen sehr komplexer Geometrien. Vorteilhaft sei auch das geringe Gewicht der lasergesinterten Komponenten. Das trage dazu bei, dass sich der Laserscanner ergonomisch und ermüdungsarm bedienen lasse.

Auch die Abläufe in der Auftragsabwicklung und Fertigung haben sich geändert, seitdem Nikon Metrology die Produktionstechnologien von Materialise nutzt: Die Gehäuse werden nun erst geordert, wenn entsprechende Bestellungen eingegangen ist. Dank der kurzen Fertigungszeit sei keine Lagerhaltung mehr erforderlich.

Damit ist der Handheld-Scanner von Nikon Metrology ein gutes Beispiel für den Trend, Additive Manufacturing-Bauteile nicht nur im Prototypenbau einzusetzen, sondern auch in der Serienfertigung zu nutzen.